(L-R) Rafael van der Vaart of Holland, Nigel de Jong of Holland during the FIFA 2014 World Cup qualifier match between the Netherlands and Hungary at the Amsterdam Arena on Oktober 11, 2013 in Amsterdam, The Netherlands(Photo by VI Images via Getty Images)

Diese 10 Ex-HSV-Spieler wechselten im Sommer den Verein

Der Hamburger SV hatte im letzten Jahrzehnt zahlreiche nahmhafte Spieler. Doch den Abwärtstrend zu stoppen, schafften diese auch nicht. Diese zehn Akteure waren einst beim HSV aktiv und haben in diesem Sommer den Verein gewechselt:

1. Johan Djourou

Bis 2017 spielte der langjährige Innenverteidiger des FC Arsenal beim HSV. Den Abstieg erlebte Djourou also nicht mehr mit. Doch schon damals präsentierte sich der Schweizer mit ivorischer Herkunft oft fehleranfällig. In der letzten Saison kickte der 31-Jährige für Antalyaspor. Seit 2018 ist er beim Serie A-Klub SPAL Ferrara unter Vertrag, wo er allerdings nur sporadisch zum Einsatz kommt. In die Nationalmannschaft wird er zwar noch regelmäßig berufen, doch allmählich leitet der Verband einen Generationswechsel ein, für den Djourou nicht mehr vorgesehen scheint.

2. Gojko Kacar

Fast sechs Jahre spielte Gojko Kacar, abgesehen von einem kurzen Intermezzo in Japan, beim HSV. Für die Hanseaten schoss der defensive Abräumer vor der Abwehr sieben Tore in 83 Spielen. Nach seiner HSV-Zeit schloss er sich dem FC Augsburg an. In der vergangenen Saison kam er unter Trainer Manuel Baum fast nicht mehr zum Zug. In diesem Sommer wechselte der Serbe zu Anorthosis Famagusta nach Zypern. 

3. Rafael van der Vaart

Beim HSV verzückte van der Vaart einst die ganze Bundesliga. Als 22-Jähriger wechselte er 2005 von Ajax Amsterdam an die Elbe. In 199 Bundesligaspielen brachte er es auf 66 Tore und 55 Vorlagen. 2012 kehrte er nach Stationen bei Real Madrid und Tottenham Hotspur noch einmal für drei Jahre zu den Hanseaten zurück. Seit 2015 hat sich van der Vaart zu einem echten Weltenbummler entwickelt. 


Bei Real Betis kam er nur auf sieben La-Liga-Einsätze, auch in Dänemark beim FC Midtjylland schmorte der 109-fache niederländische Nationalspieler meist auf der Bank. Im August wurde van der Vaart von Esbjerg fB unter Vertrag genommen. "Er ist ein gutes Vorbild für unsere jungen Spieler, die viel von ihm lernen können", sagte Sportdirektor Brian Knudsen bei dessen Vorstellung. 

4. Marcelo Diaz

Der Name Marcelo Diaz wird jedem HSV-Fan positiv in Erinnerung bleiben. Seinem Freistoßtor in der Relegation gegen den Karlsruher SC 2015 war damals der Klassenerhalt zu verdanken. Durch den späten Treffer in der Nachspielzeit zog man in die Verlängerung ein, dort machte der HSV durch Nicolai Müller die Rettung perfekt. Im Sommer wechselte der Chilene von Unam Pumas in Mexiko zu Racing Club in Argentinien. 

5. Lasse Sobiech

Beim HSV wurde Lasse Sobiech in der Saison 2013/2014 nie so recht glücklich. Bis auf die ersten Wochen, in denen er in der Startelf stand, blieb er unter den Trainern Bert van Marwijk und Mirko Slomka außen vor. Zur darauffolgenden Saison wechselte Sobiech zum Rivalen FC St. Pauli. In der 2. Bundesliga fand er eine Heimat, zeigte gute Leistungen und empfahl sich für höhere Aufgaben. Im Sommer 2018 verpflichtete der 1. FC Köln den 27-Jährigen. Die Domstädter peilen den Wiederaufstieg an. Sobiech ist ein wichtiger Baustein, um das Ziel zu realisieren. 

6. Milan Badelj

Milan Badelj ist einer der wenigen Spieler, die den HSV als Karriereschritt genutzt haben. Zwischen 2012 und 2014 lief der Kroate für die Hanseaten auf. Dann folgte der Wechsel zum AC Florenz. In diesem Sommer zu Lazio Rom. Seit einigen Jahren ist er regelmäßig bei der Nationalmannschaft dabei, auch bei der WM stand er im Kader. In Russland wurde er zweimal eingewechselt, gegen Island durfte er beginnen und schoss sogar ein Tor. 

7. Tomas Rincon

Zwischen 2009 und 2014 absolvierte Thomas Rincon 124 Bundesligaspiele für den HSV. Der Venezuelaner überzeugte stets mit seiner Zweikampfstärke und seinem Stellungsspiel, weshalb im Januar 2017 auch Juventus Turin auf Rincon aufmerksam wurde und ihn für acht Millionen Euro verpflichtete. Nach nur einem halben Jahr beendete die "Alte Dame" zwar wieder das Experiment, doch Rincon hat sich seitdem beim AC Turin zu einem sehr verlässlichen Mittelfeldspieler gemausert. 

8. Paolo Guerrero

In Peru ist Paolo Guerrero ein Volksheld. Im Oktober 2017 wurde er beim WM-Qualifikationsspiel gegen Argentinien allerdings positiv auf Kokain getestet. Für die Weltmeisterschaft wurde seine Sperre zwar ausgesetzt, doch ein erneuter Antrag auf eine Aufhebung wurde vom Schweizer Bundesgericht abgelehnt


Seit 2012 spielt der ehemalige HSV- und FCB-Stürmer in Brasilien. Für Hamburg hatte er zwischen 2006 und 2016 in 183 Pflichtspielen 51 Tore erzielt. Im Sommer wechselte der 34-Jährige von Flamengo zu International, doch spielen darf Guerrero erst wieder ab April 2019, wenn seine Sperre abläuft. 

9. Eric Maxim Chupo-Moting

Viele dürften sich in den Arm gezwickt haben, als sie gelesen haben, Eric-Maxim Chupo-Moting wechselt zu Paris St. Germain. Doch es war kein Traum, Thomas Tuchel verpflichtete den ehemaligen Bundesligaprofi in diesem Sommer tatsächlich. In Hamburg absolvierte er einst sein Bundesliga-Debüt, bei Nürnberg und Mainz wurde aus ihm ein Stammspieler. Bei Schalke 04 spielte er dann Champions League und Europa League. In der vergangenen Saison lief er für Stoke City auf. Die "Potters" stiegen aus der Premier League ab, Chupo-Moting schoss fünf Tore und gab fünf Vorlagen. Das reichte, um Paris zu überzeugen.


Dass Paris noch auf der Suche eines Ersatzmannes für Edinson Cavani war, stand schon länger im Raum. Dass die Wahl aber auf Chupo-Moting fiel, verwunderte jedoch. "Wir haben seit Wochen einen Ersatz für Cavani gesucht und er kann sofort helfen. Er ist ein Spieler auf Top-Niveau", erklärte Tuchel bei der Verpflichtung. Immerhin traf der 29-Jährige zum bisher einzigen Mal gegen Stade Rennes. In der Champions League wurde er in beiden Partien spät eingewechselt. 

10. Nigel de Jong

Der Vize-Weltmeister von 2010 war nie ein feiner Fuß auf dem Feld, sondern stand immer für das Grobe. Mit seinem Foul an Xabi Alonso im WM-Finale in Südafrika schockte er die Fußball-Welt. Die fällige Rote Karte bekam de Jong damals aber nicht. Seine HSV-Zeit von 2006 bis 2009 liegt schon länger zurück.


Anhänger des FSV Mainz dürften noch mehr Erinnerungen an den Niederländer haben, der zuletzt für ein halbes Jahr bei den Rheinhessen spielte. Trotz Lob von Sportvorstand Rouven Schröder ("Nigel hat etwas in der Kabine bewirkt. Er war derjenige, an den sich die Spieler angelehnt haben.") verlängerte Mainz den Vertrag des Routiniers nicht. Seit Juli spielt de Jong für Al Ahli in Katar.