​Auch nach dem neunten Spieltag in der Zweiten Bundesliga liegt der​ 1. FC Köln auf dem ersten Tabellenplatz. Am Montagabend musste das Team von Trainer ​Markus Anfang jedoch eine überraschende 1:2-Niederlage gegen das bisherige Tabellenschlusslicht ​MSV Duisburg hinnehmen. Sowohl der Trainer, als auch die Spieler fanden angesichts der Heimpleite kritische Worte.


Dabei nahm Torhüter Timo Horn nach der Partie kein Blatt vor den Mund und bezeichnete die ersten 30 Spielminuten laut dem kicker als die "sicherlich schlechtesten in dieser Saison". Diese Leistung sei nicht der Anspruch, den die Mannschaft an sich selbst stelle. Dass er dabei selbst vor dem 0:1 keine glückliche Figur machte, räumte der Keeper zwar ein, gegenüber dem Express stellte er jedoch auch klar, dass ihm durch seine Mitspieler die Sicht verdeckt war. Alles in allem sei es jedoch sehr bitter, wenn der Tabellenführer gegen den Tabellenletzten verliert.

Trainer Markus Anfang ging deutlich mehr ins Detail und betonte nach der Partie, dass seine Schützlinge "wahnsinnig viele Fehler" gemacht hätten und man so die Gäste erst ins Spiel gebracht habe. Dabei erklärte der 44-Jährige zwar, dass die Duisburger alles investiert hätten, dennoch habe seine Mannschaft die Schlappe sich selbst zuzuschreiben und sich somit am Ende auch nicht mehr als null Punkte verdient. 


Angesichts des insgesamt starken Saisonauftakts wollte Anfang jedoch nicht zu viel Kritik üben und betonte, dass die Niederlage "kein Drama" sei. Vielmehr sei die Mannschaft noch einmal daran erinnert worden, dass man auch in der Zweiten Liga "90 Minuten 100 Prozent" geben muss.


Weitaus drastischere Worte fand Mittelfeldspieler Marco Höger. Der 'Effzeh' habe "scheiße gespielt" habe und sich nicht clever genug angestellt. "Im Endeffekt hätten wir gucken müssen, dass wir das 1:1 mitnehmen, wenn wir merken, dass es nicht läuft. Wir machen es den Gegnern gerade zu Hause zu leicht, Tore gegen uns zu machen. Das sind immer wieder individuelle Fehler, wo einer pennt oder zu spät kommt", so der 29-Jährige


Kapitän Jonas Hector hingegen störte sich nach der Partie vor allem daran, dass sein Team von Beginn an nicht in die Zweikämpfe gekommen war.