​Nach der 0:2-Pleite gegen den ​FC Schalke 04 zeichnet sich für ​Fortuna Düsseldorf ein düsteres Bild ab. Wie in den vergangenen Spielen hatten die „95er“ viele Chancen, schossen aber keine Tore. Dies schlägt sich auch in der Tabelle nieder: Fünf Punkte und Platz 17. Bei der Fortuna ist man mit Aufstiegstrainer Friedhelm Funkel geduldig, schließlich steht er für mutigen Offensivfußball und eine erfolgreiche Zweitligasaison mit 65 Zählern. Jetzt aber meldet sich Sportdirektor Erich Rutemöller mit deutlicher Kritik.


So ist Fortuna Düsseldorf als Meister der zweiten Bundesliga mit großer Beachtung in die 24. Bundesligasaison der Vereinsgeschichte gestartet. Das erklärte Ziel des Vereins ist zwar der Klassenerhalt, allerdings sind mit der aktuellen Leistung vorm gegnerischen Kasten nicht mal diese Pläne für die ambitionierten „Fortunen“ umsetzbar.


Denn nach drei Niederlagen in Folge ist Düsseldorf bereits früh in der Saison in Bedrängnis. Die schwierige Situation kommentiert F95-Sportdirektor Erich Rutemöller im kicker mit einer klaren Kritik: „Wir haben ein Qualitätsproblem.“ Dabei hat sich Düsseldorf in bisher allen sieben Bundesligapartien gut verkauft, mit Ausnahme der Partie beim 1. FC Nürnberg gab es immer die Chance zu punkten - zumeist haperte es lediglich am Torabschluss. 


Aktuell steht die Fortuna nach sieben Spielen bei 63 Torschüssen, aber nur fünf erzielten Toren. Das bemängelt Rutemöller: „Wenn man solche Chancen nicht macht, ist das auch immer eine Frage der Qualität.“ Klare Worte an die Mannschaft, dass sich etwas tun muss: Bessere Übersicht, mehr Konzentration, vorm Tor zielstrebiger abschließen.


VfB Stuttgart v Fortuna Duesseldorf - Bundesliga

Hadert wie seine Mitspieler mit der Torausbeute: Stürmer Rouwen Hennings


Dabei geht es nicht nur um die Partie gegen Schalke am Wochenende, bei der sich die „Fortunen“ - wie in fast allen Partien - bis zum Abpfiff gut verkauft haben. Oftmals scheiterten die Stürmer am Schalker Schlussmann Ralf Fährmann, der einige Bälle parieren konnte. 


Bei weiteren Chancen waren die Düsseldorfer nicht kaltschnäuzig genug oder zeigten Nerven. Die beste Möglichkeit legte Benito Raman frei vor Fährmann am Tor vorbei – es hätte die Führung sein müssen.


Tweet vom Verein zur 100%igen Torchance von Benito Ramann gegen Schalke 04


Es hätte den Verantwortlichen beim Club der Landeshauptstadt schon eher klar werden können, dass die Qualität der Torabschlüsse verbesserungswürdig ist: Schon in der vergangenen Spielzeit der zweiten Bundesliga schoss Düsseldorf weniger Tore (57 Treffer) als die die dahinter folgenden Teams 1. FC Nürnberg (61) und Holstein Kiel (71). Auch das Torverhältnis von +13 war schlechter als bei den Zweit- und Drittplatzierten.


Auch deshalb wird Düsseldorf acht torgefährliche Offensivspieler verpflichtet oder entliehen haben, die aber noch auf Erfolge warten lassen. Dodi Lukebakio, Benito Raman und Rouwen Hennings stehen allesamt bei je einem Treffer für ihr Team, zwei weitere Tore kamen von den Mittelfeldspielern Matthias Zimmermann und Alfredo Morales. Die Offensive sollte langsam in Schwung kommen, wenn es nach Sportchef Rutemöller geht: "Der Frust wird immer größer", gesteht er.