​14 Punkte aus sieben Spielen - der beste Start für denSV Werder Bremen seit Jahren. Die Grün-Weißen stehen auf dem vierten Platz, der am Ende der Saison die Teilnahme an der Champions League bedeuten würde. Also kein Grund der Unzufriedenheit an der Weser. Doch Neuzugang Davy Klaassen sieht das anders: Er ärgert sich über verlorene Punkte in den ersten beiden Heimspielen. 


In einem Interview mit dem kicker blickte er auf die Spiele gegen Hannover 96 und dem 1. FC Nürnberg zurück. Gegen Hannover lagen die Bremer lange zurück und glichen erst kurz vor Schluss aus, gegen den FCN war es genau anders herum: Bremen kassierte nach einer starken ersten Halbzeit kurz vor Ende der Begegnung den Ausgleich. 


Ungewohnte Unzufriedenheit


Klaassen sagte: "Die Heimspiele gegen Hannover und Nürnberg hätten wir eigentlich ebenfalls gewinnen müssen. Wenn wir daran denken, sind wir doch noch ein bisschen unzufrieden mit den Ergebnissen. Diese gewisse Unzufriedenheit, immer noch mehr zu wollen, müssen wir uns erhalten." Eine Unzufriedenheit, die es in Bremen lange nicht gegeben hat. In den letzten drei Jahren war der Herbst bei Werder eher grau und mau. Die Bremer steckten jedes mal tief im Abstiegskampf - doch die Zeiten haben sich geändert. 

Einer von vielen Gründen dafür ist, dass die Werderaner wieder bei Spielertransfers ins Risiko gehen. Davy Klaassen kostete laut übereinstimmenden Medienberichten 13 Millionen Euro. So viel gab der SVW noch nie für einen Spieler aus. Klaassen sieht das jedoch ganz locker. "Für mich persönlich bedeutet die Ablösesumme da keinen Extra-Druck, auch wenn sie sehr hoch war", so der niederländische Nationalspieler - der noch mehr Punkte will.