​Nach sieben Spieltagen grüßt ​Borussia Dortmund von der Tabellenspitze der Bundesliga. Dabei konnte das Team von Trainer ​Lucien Favre am vergangenen Samstag auch in einem packenden Duell gegen den FC Augsburg am Ende mit einem ​4:3-Erfolg den Platz als Sieger verlassen. Sebastian Kehl, seit dieser Saison Leiter der BVB-Lizenzspielerabteilung, nannte nun einige Gründe, wieso es bei den Borussen derzeit so gut läuft.


Dabei zeigte sich der 38-Jährige gegenüber dem Westfälischen Anzeiger von der mannschaftlichen Geschlossenheit seines Teams überzeugt. Kehl erklärte, dass es ein "Zeichen von Qualität" sei, wie auch beim Spiel gegen die 'Fuggerstädter' immer wieder zurückzukommen und ein Spiel noch zu drehen. "Das zeigt zudem, wie fit die Mannschaft ist. Die Auswechselspieler haben gegen Augsburg wieder den Unterschied ausgemacht", so der Ex-Profi. 


Dennoch gelte es auch daran zu arbeiten, ein Spiel bereits in der ersten Halbzeit "in die richtige Richtung zu drehen". Unterm Strich sei es aber wichtig, die emotionale Spielweise beizubehalten, schließlich lebe kein Verein diese Momente so wie die Dortmunder.

Dass die Mannschaft derzeit eine so starke Moral zeigt, ist nach Ansicht des 38-Jährigen auch damit zu begründen, dass man sich durch gute Ergebnisse Selbstvertrauen holen konnte. "Dass wir gute Typen innerhalb der Truppe haben, das wussten wir. Der eine oder andere ist noch mehr gereift. Die Geschehnisse aus dem vergangenen Jahr haben jeden noch einmal nachdenklich gemacht. Ich glaube, dass eine Entwicklung zu erkennen ist", so der gebürtige Hesse.


Auch in der Vorsaison waren die Schwarz-Gelben unter Ex-Trainer Peter Bosz sensationell in die Spielzeit gestartet, nur um später in eine handfeste Ergebniskrise zu laufen. Dass dies auch in diesem Jahr passieren könnte, hält Kehl für fast ausgeschlossen. "Ich glaube, dass die Mannschaft eine ganz andere Stabilität zeigt. Der Entwicklungsprozess ist deutlich vorangeschritten, sodass wir in der Defensive besser stehen und immer wieder den Unterschied machen können", so der ehemalige Mittelfeldspieler. Dabei unterstrich der erfahrene Ex-Profi aber auch, dass es "schwierige Phasen" geben werde, aktuell genieße man jedoch einfach.