Sieben Spiele, fünf Punkte, 17. Platz - Das ist die ernüchternde Zwischenbilanz von Aufsteiger Fortuna Düsseldorf in der laufenden Bundesliga-Saison. Nach der 0:2-Niederlage gegen den FC Schalke 04 bemängelte Fortuna-Coach Friedhelm Funkel die Chancenverwertung seiner Mannschaft.


Das Aufsteiger-Dasein ist kein leichtes. Das Ziel jeden Zweitliga-Meisters ist es stets, das erste Jahr in der Bundesliga heil zu überstehen und die Klasse zu halten. Das jedoch ist oft leichter gesagt als getan. Diese schmerzliche Erfahrung macht derzeit erneut auch Fortuna Düsseldorf. Die Mannschaft mit dem geringsten Marktwert der Liga zeigt häufig engagierte Auftritte, um am Ende doch als Verlierer vom Platz zu gehen. 


Auch beim Heimspiel gegen Schalke 04 stimmte die Einstellung der Truppe von Fortuna-Coach Friedhelm Funkel. Besonders in der ersten Halbzeit erspielten sich die Fortunen einige Chancen - Raman vergab die größte - und waren den Gelsenkirchenern trotz ihres klaren Außenseiter Statuses ebenbürtig. 


Auch nachdem zu Beginn der zweiten Hälfte schnell beide Tore der Schalker gefallen waren, spielten die Düsseldorfer weiter solide mit, konnten den Rückstand aber nicht mehr dezimieren. 

Fortuna Duesseldorf v FC Schalke 04 - Bundesliga

 Benito Raman vergab die größte Torchance der Düsseldorfer


Die Analyse der Trainer nach dem Spiel fiel entsprechend aus. Während Schalke-Trainer Domenico Tedesco die Fortuna für ihre aggressive Einstellung lobte, durch die die Partie "wie erwartet nicht einfach" gewesen sei, musste Funkel an seinen Mannen auch Kritik üben: "Um gegen ein Team wie Schalke aber in Führung zu gehen, muss man Möglichkeiten wie die von Benito Raman nutzen. Schalke hatte in der ersten Halbzeit keine Torchance, umso bitterer ist es, dass wir so früh nach der Pause 0:2 in Rückstand lagen", wird der Cheftrainer auf der vereinseigenen Homepage zitiert. 


Der Cheftrainer von Fortuna Düsseldorf lobte allerdings auch erneut die Moral seiner Spieler, die weiter versucht hätten, Fußball zu spielen. Entscheidender Faktor bei solchen Niederlagen, so der 64-Jährige, sei aber auch die fehlende Erfahrung auf höchstem deutschen Niveau. "Man sieht in manchen Situationen, dass wir gemeinsam mit Nürnberg die Mannschaft mit der geringsten Bundesliga-Erfahrung sind. Ansonsten hätten wir jetzt schon vier oder fünf Punkte mehr auf dem Konto". Dennoch gibt sich der Fußball-Lehrer zuversichtlich. Man werde auch nach der Länderspiel-Pause weiter versuchen, "nicht nur gut zu spielen, sondern auch Tore zu schießen".