Der VfB Stuttgart ist neues Schlusslicht der Bundesliga-Tabelle. Nach dem Spiel gegen Hannover 96 war die Enttäuschung auch bei den Spielern zu spüren. VfB-Torhüter Ron-Robert Zieler fand dabei kritische Worte für die Leistung seiner Mannschaft. 


Hoffnungsvoll war der VfB Stuttgart in das Spiel gegen Hannover 96 gegangen, waren die Niedersachsen doch eines der wenigen Teams, die eine ähnlich schlechte Punkteausbeute vorweisen konnten wie die der VfB selbst. 90 Minuten und drei Gegentore später ist die Ernüchterung groß. Zwar ist die Saison noch jung, doch Tabellenletzter möchte niemand sein. Stuttgart steht nun auf eben diesem 18. Platz und hat mit der ​Entlassung von Trainer Korkut bereits Konsequenzen gezogen. 


Im Anschluss an die Partie gegen Hannover machten die Spieler jedoch nicht den Coach, sondern die eigene Leistung für die Niederlage verantwortlich. 

Hannover 96 v VfB Stuttgart - Bundesliga

VfB-Keeper Zieler kritisierte unter anderem die Mutlosigkeit seiner Mitspieler


Torhüter Ron-Robert Zieler war es, der im Interview mit der Sportschau deutliche Kritik übte. Besonders die erste Halbzeit, in der die Schwaben bereits mit 0:2 in Rückstand geraten waren, bemäkelte der Schlussmann. "Das ist nicht das, was wir uns vorgenommen haben", so Zieler. Man habe eigentlich offensiver agieren und "wenigstens den Ball fordern" wollen. Der Reporterin stimmte er zu, seine Mannen seien teilweise zu mutlos ins Spiel gegangen. 


Der 29-Jährige möchte dennoch den Kopf nicht hängen lassen. Der Tabellenplatz sei "eine Momentaufnahme, die wir kritisch analysieren müssen. Wir wollen da unten natürlich so schnell wie möglich rauskommen." Ein Verein wie der VfB Stuttgart habe eine andere Zielsetzung als es der Blick auf das Punktekonto vermuten lässt. 


Ob Zielers Selbstkritik gemeinsam mit der Entlassung Tayfun Korkuts nun die erhoffte Trendwende bewirkt, bleibt abzuwarten. Dank Länderspielpause hat der VfB jedoch vorerst Zeit, sich neu zu sortieren.