Nach einem eigentlich guten Saisonstart, ist Real Madrid zuletzt ins Stolpern geraten. Bei den erfolgsverwöhnten "Königlichen" heißt das Alarmstufe Rot! Der bereits angezählte Cheftrainer Julen Lopetegui kann zwar auf die Rückendeckung seiner Spieler bauen, muss nun aber unbedingt liefern.


Im Januar 2016 war für Rafa Benitez in Madrid Schluss. Nach nur einem halben Jahr musste der jetzige Newcastle-Coach bei Real seine Segel streichen, Knackpunkt dabei war unter anderem ein verlorenes Clasico gegen den FC Barcelona. Auch für Reals aktuellen Trainer Julen Lopetegui steht bald das Spitzenduell mit Barca an - und die Vorzeichen sind ähnlich schlecht, wie 2015/16 bei Rafa Benitez.


Nach einem guten Saisonstart setze es zuletzt ein Unentschieden im Stadtderby gegen Atletico und drei Niederlagen gegen Sevilla, Deportivo Alaves und in der Champions League gegen ZSKA Moskau. "Der Trainer ist immer der Verantwortliche", sagte Lopetegui nach der Niederlage gegen Alaves selbstkritisch (via Real Total). ​Die Stunde hat für den Spanier geschlagen - jetzt muss er liefern!

Real Madrid CF v  Club Atletico de Madrid - La Liga

Will eine Trainerdiskussion vermeiden: Real-Kapitän Sergio Ramos



"Wir müssen jetzt versuchen, uns wieder aufzurichten, wir hatten viele unglückliche Situationen. Heute haben sich zwei Spieler verletzt. Wir wissen, dass wir uns in keinem guten Moment befinden. Aber wir haben erst Oktober und wir wollen so schnell wie möglich in die Spur zurückfinden", sagte Lopetegui nach dem Alaves-Spiel geknickt. "Ein Trainer muss mit dieser Situation leben, aber daran denke ich nicht."


Zumindest die Rückendeckung seiner Spieler genießt Lopetegui weiterhin. "Man sollte kühlen Kopf bewahren. Wir arbeiten gerne mit Julen zusammen. Man sieht, dass wir nicht die Effektivität vor dem Tor haben wie sonst, da werden wir dran arbeiten", so Innenverteidiger Raphael Varane. Kapitän Sergio Ramos schlug in die gleiche Kerbe: "Ein Trainerwechsel ist nie gut. Das wäre wahnsinnig. Es ist viel zu früh, um darüber zu reden, zudem ist das keine Entscheidung, die in den Händen der Spieler liegt."


Zu früh für eine Trainerdiskussion?


Als Trainer des FC Porto und der spanischen Nationalmannschaft hatte Lopetegui bereits mit Rückschlägen umzugehen. Daher bemüht sich der 52-Jährige nun um Ruhe, Geduld und Konzentration: "Der Torerfolg wird irgendwann kommen. Jetzt ist ein harter Moment und der Verantwortliche ist immer der Trainer, noch mehr als die Spieler, das habe ich keine Zweifel."


Eine Trainerdiskussion wolle Lopetegui zu diesem Zeitpunkt - trotz der Real-Vorgeschichte mit Rafa Benitez - noch nicht aufkommen lassen. "Wir alle wissen, wie das Leben eines Trainers aussieht, aber man muss auch in der negativen Situation das richtige Maß bewahren", sagte er. ​In drei Wochen steht für Real Madrid das Duell mit dem FC Barcelona an - und einmal mehr könnte der Clasico zum Verhängnis für einen Real-Trainer werden.