​Der FC Bayern München hat einen schwachen Saisonstart unter dem neuen Trainer Niko Kovac erwischt. Nach zuletzt vier sieglosen Spielen in Folge, stehen die Bayern so schlecht da, wie schon lange nicht mehr. Klar ist an der Isar: Cheftrainer Niko Kovac ist damit angezählt. Rückendeckung bekommt der ehemalige Frankfurter nun von Nationalspieler Joshua Kimmich.


Ist die Zeit von Niko Kovac schon abgelaufen? Nach zuletzt zwei Unentschieden gegen Augsburg und Ajax Amsterdam und zwei Niederlagen ​gegen Gladbach und Hertha BSC, steht der ehemalige Frankfurter an der Säbener Straße zumindest mächtig unter Druck. Da wird ihm die Rückendeckung seiner Schützlinge besonders gut tun.


"Er versucht uns immer wieder zu pushen. Es ist erstaunlich, wie selbstbewusst er bleibt", sagte Joshua Kimmich nach dem Gladbach-Spiel bei Sky. "Weil genau das brauchen wir jetzt im Moment. Wir brauchen einen starken Trainer, dem die ganze Medienlandschaft und all der Qutasch, den die Gegner jetzt sagen, nichts ausmacht."


Zumindest die Spieler scheinen noch hinter Niko Kovac zu stehen. Das war vor gut einem Jahr, als Carlo Ancelotti beim FCB sang- und klanglos entlassen wurde, noch anders. Ohne die nötigen Resultate wird Kovac die Rückendeckung seiner Spieler aber wenig nützen. "Ich bin verantwortlich dafür und stelle mich der Aufgabe. Wir müssen das schleunigst verbessern", sagte der 46-Jährige daher durchaus selbstkritisch.

FC Bayern Muenchen v Borussia Moenchengladbach - Bundesliga

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Die anstehende Länderspielpause kommt für den FC Bayern gerade recht, zumal der Frust nach dem Gladbach-Spiel tief sitzt. Auf die ausgelassene und verständlicherweise euphorische Reaktion der "Fohlen" nach dem 3:0-Erfolg, reagierte Joshua Kimmich kratzbürstig: "Die stellen sich jetzt hin nach so einem 3:0. Die kriegen hier sonst die letzten Jahre immer die Hucke voll, da sagt keiner was. Es ist ja schön, dass die anderen jetzt ein wenig Selbstvertrauen haben." 


Selbstvertrauen, das dem FC Bayern München aktuell fehlt. Nach drei sieglosen Spielen in der Bundesliga hat der deutsche Rekordmeister vorerst den Anschluss an Tabellenführer Borussia Dortmund verloren; vier Punkte trennen die Bayern nach sieben Spieltagen von den Schwarz-Gelben. Daher müssen ​nach der Länderspielpause Punkte her - oder Niko Kovac wird schon bald um seinen Job bangen müssen.