​Während Konkurrent Borussia Dortmund international und national einen furiosen Sieg nach dem anderen einsammelt, hat der FC Bayern bereits seit vier Partien keinen einzigen Dreier eingefahren. Aufgrund einer weiteren Verletzung könnte sich die Lage nun sogar verschlimmern.


Allein die Verletzung von Rafinha erzeugte beim deutschen Rekordmeister eine prekäre Situation auf den defensiven Außenbahnen, da der Kader ohnehin relativ klein ist. Mit dem anstehenden Ausfall von David Alaba, der bei der ​0:3-Niederlage gegen Gladbach am Samstagabend verletzungsbedingt ausgewechselt wurde, ist der personelle Engpass nicht mehr überwindbar.


​​"Es ist das eingetreten, was ich befürchtet habe. Wir haben keine Außenverteidiger", sagte ein konsternierter Niko Kovac, der um seinen Cheftrainer-Posten beim FC Bayern womöglich bangen muss, nach dem Spiel. Die neuen Entwicklungen machen es für ihn jedenfalls nicht einfacher, die Krise zu bewältigen.


Kovac vermutet bei Alaba einen Muskelfaserriss, der den österreichischen Nationalspieler wochenlang außer Gefecht setzen könnte. Joshua Kimmich ist somit der einzig verbliebene Außenverteidiger im Kader, weshalb heute Leon Goretzka nach der Alaba-Auswechslung als Linksverteidiger aushelfen musste.

Der 23-jährige DFB-Nationalspieler deutete aber nicht wirklich an, dass er diese Position bekleiden kann. Zudem wird er aufgrund des monatelangen Ausfalls von Corentin Tolisso im Mittelfeld-Zentrum gebraucht. Welche andere Lösungen bleiben also Kovac übrig?


Der 18-jährige Linksverteidiger Jonathan Meier wurde in dieser Saison mehrmals in den Spieltagskader der Profis nominiert, bislang kam er allerdings nur in der Regionalliga und Youth League zum Einsatz. Falls sich in der Länderspielpause der Gesundheitszustand von ​Rafinha nicht dramatisch verbessern wird, kann sich der FC Bayern auf noch turbulentere Wochen gefasst machen. Es könnte allerdings sein, dass die anstehenden Untersuchungen bei Alabe eine unvermutete Entwarnung mit sich bringen werden.