Der Fußball-Nachwuchs aus den USA wird immer begehrter. Die 20-jährigen Christian Pulisic (Borussia Dortmund) und Weston McKennie (FC Schalke 04) sind in der aktuellen Saison bei ihren jeweiligen Trainern gesetzt, insgesamt spielen schon elf Profis aus den Vereinigten Staaten in der deutschen Bundesliga. Zwei weitere sollen nun folgen.


Die amerikanische Major League Soccer hat in vergangenen Jahren einen leichten Aufschwung erfahren. Sei es wegen zahlreicher Altstars, die zum Ende ihrer Karriere noch einmal viel Geld verdienen, oder einfach in den USA leben wollen - die MLS ist deutlich ansehnlicher geworden. Und so muss ein junges US-amerikanisches Talent eine schwierige Entscheidung treffen: In der Heimat einen Profivertrag unterschreiben oder in die europäische Fremde ziehen, um in einer der besten Ligen der Welt sein Glück zu versuchen. Nicht selten entscheiden sich die Jung-Spieler für Letzteres. 

So nun auch Alex Méndez (18) und Ulysses Llanez (17), die im Teenager-Alter bereits Erfahrungen bei U-Nationalmannschaften der USA sowie der zweiten Mannschaft von LA Galaxy sammeln durften, die in den USA zweitklassig spielt. Der MLS-Verein hatte beiden laut Keith Costigan von FOX Sports lukrative Verträge angeboten, die die Talente jedoch jeweils ausschlugen, um bei Bundesligaklubs unterzukommen. Auf diese Weise wird Mittelfeldspieler Mendez in Zukunft im Breisgau für den SC Freiburg spielen, während sich der VfL Wolfsburg und seine Fans auf Außenstürmer Llanez freuen dürfen. Die "Wölfe" müssen sich allerdings noch ein wenig gedulden, denn der 17-Jährige wird erst im Sommer 2019 anheuern, wenn er volljährig ist.