Ousmane Dembélé wurde von Didier Deschamps zwar erneut für den Kader der französischen Nationalmannschaft nominiert, doch der Trainer des Weltmeisters ließ auf der Pressekonferenz kein gutes Haar am 21-Jährigen. Stattdessen kritisierte er laut Goal  speziell das Defensivverhalten des Offensivkünstlers, der "noch Raum für Fortschritte" habe.


Das letzte Jahr war für Ousmane Dembélé gewiss kein einfaches. Der Angreifer streikte sich von Borussia Dortmund zum ​FC Barcelona, blieb bei den Katalanen nach einem Oberschenkelmuskelriss jedoch zunächst außen vor. Nach einer weiteren Muskelverletzung standen am Ende nur 24 Pflichtspiele zu Buche, in denen er vier Tore erzielte und neun weitere Treffer vorbereitete. Auch bei der Weltmeisterschaft in Russland, bei der die 'Equipe Tricolore' am Ende den Titel holte, spielte er keine entscheidende Rolle und verbrachte die meiste Zeit auf der Bank. 


Der Start in die neue Saison hingegen verlief positiv: Barça-Trainer Ernesto Valverde setzt regelmäßig auf Dembélé, der nach neun Einsätzen bei fünf Toren steht. Aktuell zeigt die Formkurve nach oben, doch ehe er sich auch in der Nationalmannschaft durchsetzen wird, dürfte es noch einige Zeit dauern.

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      Ist noch immer unzufrieden mit Ousmane Dembélé: Didier Deschamps


"Ousmane ist mit Barça sehr gut in die Saison gestartet und erzielt Tore. Aber er hat noch Raum für Fortschritte, in einem Team, in dem er viel Konkurrenz hat", sagte Didier Deschamps. Demnach sei er im Spiel gegen den Ball noch immer zu nachlässig, weshalb der 49-Jährige deutlicher wurde: "Ich denke, ihm sind die Anforderungen auf diesem Niveau nicht bewusst."


Es ist nicht das erste Mal, dass Deschamps, der nach dem Brasilianer Mario Zagallo und Franz Beckenbauer erst als dritter Akteur den WM-Titel als Spieler und Trainer gewonnen hat, Dembélé kritisiert. Bereits im Juli hielt er sich nicht zurück, als er im Gespräch mit der Sport Bild klare Worte für dessen Streik zum FC Barcelona fand: "Das ist ein Benehmen, das sich nicht gehört. Punkt. Er hat Borussia Dortmund in Schwierigkeiten gebracht, seine Mitspieler und auch unsere Nationalmannschaft. Ich konnte ihn vor einem Jahr für die Qualifikationsspiele nicht berufen, weil er nicht trainierte. So etwas darf nicht passieren" (via Goal).


Doch Dembélés Qualitäten können der Mannschaft in jedem Fall weiterhelfen, weshalb Deschamps nicht drumherum kommt, ihn weiterhin zu nominieren. Will sich der 21-Jährige allerdings einen Stammplatz erspielen, wird er die Kritik des Trainers annehmen und weiterhin an sich arbeiten müssen.