​​Werder Bremen auf Platz zwei. Zumindest für eine Nacht - mindestens. Die Grün-Weißen starten in dieser Saison los und hören auch nach sieben Spieltagen noch nicht auf damit, Spaß am Offensivfußball zu haben. Im Gegenteil: Es wird immer besser. Viele Anhänger meinen, es sei nur Glück und von kurzer Dauer. Doch der Erfolg ist kein Zufall. 


Begonnen hat alles mit der Verpflichtung von Florian Kohfeldt als neuen Cheftrainer - so ziemlich genau vor einem Jahr. Der 36 Jahre alte Fußballlehrer hat alle Lehrgänge souverän gemeistert und galt in der Branche früh als talentiert.


Mit zehn Jahren schon ein Taktik-Fuchs 


Schon in der E-Jugend beim TV Jahn Delmenhorst korrigierte er nach 90min-Informationen seinen Trainer und gab ihm Tipps, was man in bestimmten Spielsituationen besser machen könnte oder auch sollte - als Torwart wohlgemerkt. Ein Mitglied beim Delmenhorster Traditionsverein erzählt: "Schon damals konnte man sehen, dass der Florian nichts im Tor verloren hat (lacht), sondern auf die Trainerbank gehen sollte."

VfB Stuttgart v SV Werder Bremen - Bundesliga

Früh war klar: Kohfeldt sollte Trainer werden


Und diesen Schritt machte er. Mehr als zwanzig Jahre später sitzt Kohfeldt als Cheftrainer bei Werder Bremen auf der Trainerbank und ist dort ziemlich erfolgreich. Doch der Erfolg liegt nicht nur am Trainer, sondern vor allem auch an der Mannschaft. Das Team wurde von Manager Frank Baumann in den letzten Jahren sorgfältig aufgebaut und besteht aus einem idealen Mix aus jungen Talenten (u.a. die Eggestein-Brüder, Milos Veljkovic) und Routiniers (u.a. Claudio Pizarro, Niklas Moisander, Nuri Sahin und Max Kruse). 


Breit aufgestellt


Werders Kader besteht jedoch nicht nur aus einem gutem Mix, sondern auch aus vielen guten Spielern. So hat Kohfeldt gerade in der Offensive mit Max Kruse, Yuya Osako, Florian Kainz, Johannes Eggestein, Milot Rashica und Claudio Pizarro die Qual der Wahl. Auch der Ausfall vom wichtigen Innenverteidiger Milos Veljkovic konnte zuletzt beim 2:0-Sieg gegen den​ VfL Wolfsburg ohne Probleme durch Sebastian Langkamp abgefangen werden. 


Zu guter Letzt konnte man bereits in der vergangenen Rückrunde sehen, dass bei Werder etwas zusammenwächst. Platz fünf belegte man mit 27 Punkten nach 17 Spielen. Knapp 1,6 Punkte holte Werder damals im Schnitt - doch nun ist man noch besser und hat einen 2-Punkte-Schnitt - Platz zwei und ganz sicher nicht unverdient und kein Zufall.