An der Säbener Straße wächst die Kritik an ​Münchens Cheftrainer Niko Kovac. Der Kroate, der den Rekordmeister zu Saisonbeginn übernahm, wartet mittlerweile seit drei Spielen auf einen Sieg. Wirft man derweil einen Blick auf die Statistik, lassen sich pikante Parallelen zu Vorgänger Carlo Ancelotti ziehen.

Der FC Bayern München ist dieser Tage auf der Suche nach seiner Form. Dem 1:1-Remis gegen den FC Augsburg ließ die Mannschaft von Cheftrainer Niko Kovac eine 0:2-Niederlage in Berlin sowie erneut ein 1:1-Unentschieden in der Champions League gegen Ajax Amsterdam folgen.

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Ereilt Niko Kovac das gleiche Schicksal wie seinem Vorgänger Carlo Ancelotti?


​Für Statistikfreunde ein Grund, die Bücher herauszuholen und den Neu-Coach mit seinem Vorgänger zu vergleichen. Dieser holte nämlich ebenfalls 13 Punkte (vier Siege, ein Remis, eine Niederlage) aus den ersten sechs Bundesligaspielen, musste nach der 0:3-Klatsche in der Königsklasse gegen Paris St. Germain allerdings seinen Hut nehmen. Ist Niko Kovac nun ebenfalls angezählt?

„Am Ende muss er auch den Kopf dafür hinhalten“

Bayerns Präsident Uli Hoeneß wollte seinen Trainer zwar nicht öffentlich anzählen, sieht den Kroaten nun aber in der Bringschuld. „Im Moment haben wir gewisse Probleme, aber das ist normal“, erklärte er gegenüber der AZ. Es habe jüngst „natürlich viel Rotation“ gegeben, „seither ist der Wurm drin. Ich stelle das aber nur fest. Es ist Sache des Trainers, der muss das entscheiden. Am Ende muss er ja auch den Kopf dafür hinhalten.“

Am Samstagabend (18:30 Uhr) heißt es demnach für den Rekordmeister und vor allem für Chefcoach Niko Kovac: Drei Punkte gegen ​Gladbach sind Pflicht – wenngleich die Borussen, die den Bayern zuletzt oftmals das eine oder andere Bein stellen konnten, gehörig was dagegen haben werden…