​Der ​VfB Stuttgart konnte am sechsten Spieltag beim Heimspiel gegen den ​SV Werder Bremen den ersten Sieg der Saison feiern. Dabei zeigten die Schwaben vollen Einsatz und hatten es neben einer guten Prise Glück auch ihrem unbändigen Wille zu verdanken, dass sie den Rasen als Sieger verlassen konnten. Dabei war das Team von Trainer ​​Tayfun Korkut sehr lauffreudig, ein Attribut, das man der Mannschaft in den Spielen zuvor nicht zuschreiben konnte.


So sind die Stuttgarter unterm Strich nach den ersten sechs Spielen die Bundesligamannschaft, die insgesamt die geringste Laufstrecke zurückgelegt hat. 688,9 Kilometer klingt zwar zunächst nach einem hohen Wert, verglichen mit den anderen Teams mutet diese Zahl jedoch ziemlich klein an, schließlich legte die TSG 1899 Hoffenheim, Spitzenreiter in dieser Kategorie, im selben Zeitraum bereits 40 Kilometer mehr zurück. 

VfB Stuttgart v FC Bayern Muenchen - Bundesliga

Santiago Ascacibar hebt den Laufwert der Stuttgarter deutlich an


Auch da der VfB gegen Bremen stolze 119,2 Kilometer abspulte, will der Cheftrainer sich nicht den Vorwurf gefallen lassen, dass sein Team über keine gute Kondition verfüge. Vielmehr legte der Coach Wert darauf festzuhalten, dass sich sein Team in den letzten Spielen kontinuierlich steigerte. "Wir schauen nicht nur auf einen einzelnen Wert, sondern auf die Entwicklung insgesamt", so der Deutsch-Türke auf der Pressekonferenz vor dem Hannover-Spiel.


Bei der Analyse der Werte gelte es daher auf Details zu achten. So ist nicht jeder Spieler dafür vorgesehen eine lange Laufstrecke hinzulegen. Spieler wie Mario Gomez sind nicht gerade für ihre Dauerläufe bekannt, haben dafür jedoch in anderen spielrelevanten Bereichen ihre Qualitäten. Dennoch ist der Torjäger aufgrund seiner Stammplatzgarantie derzeit einer der VfB-Spieler mit den meisten Kilomertern auf dem Tacho. Mit Santiago Ascacibar haben die Stuttgarter zumindest einen Vertreter der Spieler mit einer echten Pferdelunge in ihren Reihen. So legte der Argentinier alleine bereits 74,3 Kilometer zurück, nur Bremens Davy Klaasen lief umgerechnet knapp eine Stadionrunde mehr.


Um in der Kategorie der Laufstärke im Ranking weiter oben aufzutauchen, müsste Korkut vermehrt auf Spieler setzen, die auf dem ganzen Platz zu finden sind. Von einer solchen Maßnahme hält der 44-Jährige jedoch herzlich wenig und will vielmehr "einzelne Werte miteinander verknüpfen". Dabei gelte es nach Ansicht des VfB-Trainers auch die Anzahl der Sprints im Auge zu behalten. Dabei verwies er auf den außergewöhnlich starken Wert gegen die Bremer, als die Männer mit dem roten Brustring 269 Sprints hinlegten. Zum Sklave der detaillierten Analysen will sich der ehemalige Profi jedoch nicht machen, schließlich gelte es auch in Zukunft möglichst flexibel zu sein.