​Nichts beschäftigt die Fußballwelt derzeit so sehr, wie die Vergewaltigungsvorwürfe um Superstar Cristiano Ronaldo. Die ersten Sponsoren wenden sich bereits von ihm ab, dabei laufen die Ermittlungen noch und nichts ist bewiesen. Und es passt auch nicht in die makellose Karriere des 33-Jährigen. Der Juventus-Star tut einem fast schon leid. Er bestreitet alles und machte zuletzt deutlich, dass er die Ermittlungen ganz gelassen abwarten werde.


Einer, der das Ganze nicht so gelassen sieht, ist Spiegel-Reporter Rafael Buschmann. Der 36-jährige Reporter ist bereits Mitglied eines Recherche-Teams, das damals die Steuertricks des Portugiesen enthüllte. Nun hat der Journalist mit Kathryn Mayorga gesprochen. Der Frau, die vergewaltigt worden sein soll. 


Rafael Buschmann erklärt im Interview mit dem Blick, dass er schon seit 2017 an dem Fall arbeitet. Demnach hat er in Dokumenten der Plattform Football Leaks ein verstörendes Papier entdeckt, in dem das vermeintliche Opfer die Vergewaltigung schildert. Zudem steht in dem Dokument, dass Ronaldo 375.000 Dollar Schweigegeld an die Frau gezahlt haben soll. 


Daraufhin flog der Reporter nach Las Vegas um mit der Frau zu sprechen, doch überall soll ihm die Tür zugemacht worden sein, also soll er bei der Polizei, bei Krankenhäusern und öffentlichen Ämtern weiter geforscht haben, sodass ihm bestätigt worden sein soll, dass die Dokumente von Football Leaks richtig sind. 


Damals soll die Frau einen Vertrag abgemacht haben, indem sie sich dazu verpflichtete, niemals über den Vorfall zu sprechen, doch als sie irgendwann ihren Anwalt wechselte, soll ihr neuer Anwalt ihr mitgeteilt haben, dass der "Schweige-Vertrag" mit CR7 nichtig sein soll, wieso sie nun doch über alles spricht. Also kam es auch dazu, dass sie sich schließlich doch mit Reporter Buschmann traf und sich drei Tage lang interviewen ließ.


Laut Buschmann sei die Frau zutiefst traumatisiert. Während des Gesprächs soll sie mehrmals unter Tränen den Raum verlassen haben. 


Ronaldo bezeichnete das Ganze via Instagram als Fake News. Dem widerspricht Buschmann eindeutig: "Das weise ich zurück. Das würde ja bedeuten, dass die Geschichte ausgedacht ist. Aber es gibt einschlägige Dokumente und nun auch ein mutmassliches Opfer, das spricht."


Buschmann will auch das direkte Gespräch zu Ronaldo suchen, doch laut dem Reporter wurden alle Anfragen abgelehnt. 


Fakt ist, der in Polen geborene Reporter wird wohl nicht locker lassen, bis er neue Informationen hat. Mit der Steuerangelegenheit hat er Cristiano Ronaldo schon einmal in große Probleme gebracht. Ob das ein zweites Mal passieren wird, bleibt abzuwarten.