​Am Wochenende treffen Aufsteiger Fortuna Düsseldorf und der FC Schalke 04 aufeinander. Wir geben einen Ausblick auf die Partie und beleuchten den aktuellen Trend der Teams.


Nach zuvor fünf Niederlagen zum Auftakt, konnten die Schalker am vergangenen Wochenende den lang ersehnten Befreiungsschlag feiern und die ersten drei Punkte in der Liga gewinnen.

Der FSV Mainz 05 konnte mit 1:0 niedergerungen werden; das Spiel zeigte auf, dass Schalke wieder an die Spielanlage der letzten sehr erfolgreichen Saison anknüpfen kann. 


Nach dem frühen Führungstreffer ging S04 in die defensiv-kompakte Ordnung über und überließ in großen Teilen dem Team von Sandro Schwarz die Spielgestaltung auf dem Feld. Ein Ballbesitzanteil von 43 Prozent sowie rund 100 weniger gespielte Pässe als die Gäste aus Mainz, bestätigen diesen Eindruck auch von der statistischen Seite.


Nicht nur Schalke unter Zugzwang

 

"Back to the roots" also das Motto bei Schalke. Nicht ganz, setzt Tedesco doch nunmehr auf eine Viererkette und einen klassischen Zehner auf dem Platz. Trotz der Niederlage gegen Freiburg in ebenfalls diesem System, wirkt das Spiel der Schalker nun stabiler. Kompliment hier auch an Domenico Tedesco, den Mut zu haben, das System umzustellen und arrivierte Kräfte wie Naldo auch mal draußen zu lassen.


Taktische Flexibilität kann auch auf der anderen Seite Friedhelm Funkel attestiert werden. So ließ er die Fortuna im dynamischen 4-3-3 bzw. 4-1-4-1 System auflaufen und setzt auch das verdiente 3-5-2 erfolgreich in dieser Spielzeit ein. 

1. FC Nuernberg v Fortuna Duesseldorf - Bundesliga

Will nach zwei Niederlagen in Folge wieder punkten: Fortuna-Trainer Friedhelm Funkel



Die letzten beiden Niederlagen in der Bundesliga gegen Nürnberg (0:3) und Leverkusen (1:2) sollten den Düsseldorfern trotzdem Mut machen. In beiden Spielen hatte F95 gute bis sehr gute Torchancen und war stets aktiv und torgefährlich, konnte diesen Umstand jedoch in nichts Zählbares ummünzen. Insbesondere Marvin Duksch könnte seine Durststrecke beenden und den Knoten für sich und sein Team platzen lassen.


Für Schalke wäre es in jedem Falle von großer Bedeutung (früh) in Führung zu gehen und sich danach auf die eigene Kernkompetenz des Verteidigens zu konzentrieren. Das eigene Offensivspiel ist aktuell noch an (zu) vielen Stellen zu langsam und kreativ, um den Gegner unter Druck zu setzen. Auch am Mittwoch gegen Lokomotive Moskau wurde das Formloch in der Offensive sehr deutlich. Der Fortuna wird es sicherlich darum zu gehen, wie zuletzt aufzutreten und die sich bietenden Chancen kaltschnäuzig zu nutzen.