​Der ​VfB Stuttgart war mit großen Ambitionen in die neue Saison gestartet. Nach sechs Spieltagen finden sich die Schwaben allerdings nur auf Rang 16 wieder. Viele Neuzugänge konnten bislang noch nicht wirklich überzeugen, was für Cheftrainer Tayfun Korkut jedoch wenig überraschend ist. Der Übungsleiter äußerte sich in einem Interview auch zur aktuellen Situation von Holger Badstuber. 


Sportvorstand Michael Reschke investierte im Sommer 35 Millionen Euro in Neuzugänge und verpflichtete überwiegend junge Spieler mit viel Entwicklungspotenzial. Rund 24 Millionen Euro wurden für die Verpflichtungen von Nicolas Gonzalez, Pablo Maffeo und Borna Sosa fällig. 


Die drei Youngster zeigten bislang zwar vielversprechende Ansätze, blieben jedoch hinter den Erwartungen zurück. "Man hat jetzt alle Spieler gesehen. Auch die jungen. Es ist viel Geld ausgegeben worden", erklärte Korkut in einem Interview mit der Bild-Zeitung. 

"Man hat gesehen, dass sie ihre Zeit brauchen. Es ist nicht so, dass sie reinkommen und auf einmal alles reißen", betonte der 44-Jährige. Alle drei Neuzugänge hätten etwas Besonderes und Potenzial, um "sich zu sehr guten Bundesligaspielern zu entwickeln. 


Die Betonung liegt auf: entwickeln. Das soll man nicht vergessen, bei allen Summen die immer genannt werden", führte der VfB-Coach weiter aus. Korkut äußerte sich im Interview auch zur Personalie Badstuber. 


Der ehemalige Nationalspieler hat seinen Stammplatz nach den ersten beiden Pflichtspielen verloren und war zuletzt nur noch zweite Wahl. Zweimal kam der Ex-Münchner in den letzten Wochen als Einwechselspieler zum Zug. 


"Wenn vier Innenverteidiger im Kader sind, hat man als Trainer Entscheidungen zu treffen", gab Korkut zu Protokoll. "Wir haben zuletzt mit dem Duo Timo Baumgartl/Benjamin Pavard gepunktet. Holger weiß, dass er auf seine Möglichkeit warten muss."

VfB Stuttgart v FC Bayern Muenchen - Bundesliga

Aktuell nur zweite Wahl: Holger Badstuber


Der Stuttgarter Übungsleiter ist sich durchaus darüber bewusst, dass Badstuber mit der aktuellen Situation ​alles andere als glücklich ist. "Kein Spieler ist zufrieden, wenn er nicht spielt", erklärte Korkut. "Holger weiß nach dem Saisonstart aber auch, wie seine Situation zustande gekommen ist."