Amine Harit hat sich eine Oberschenkelverletzung zugezogen. Beim 1:0-Erfolg des FC Schalke gegen Lok Moskau fiel der Marrokaner aus. Offenbar hat er sich jetzt gemeinsam mit dem Nationaltrainer sowie den Verantwortlichen in Gelsenkirchen entschieden, in der nächsten Länderspielphase nicht aufzulaufen.


Bei Twitter meldete sich der 21-Jährige zu Wort: Er wolle bekanntgeben, dass er nach einer Verletzung am vergangenen Wochenende in Absprache mit Trainer Herve Renard und dem Verein entschieden habe, nicht für die Nationalmannschaft zu spielen, um sich zu erholen. 


Beim 1:0-Sieg des FC Schalke gegen Mainz war er aufgrund einer Oberschenkelverletzung ausgewechselt worden. Beim Champions-League-Gastspiel bei Lokomotive Moskau konnte er nicht mitwirken. 


Nachdem Harit in der Vorsaison bei den Schalkern durchgestartet war und von der DFL zum besten Nachwuchsspieler der Liga gewählt wurde, musste er im Sommer einen Schock verkraften. Im Urlaub in Marrakesch verursachte Harit einen Auto-Unfall mit Todesfolge. Er wurde zu einer Strafe von vier Monaten auf Bewährung verurteilt.


Als Harit im September zuletzt bei der Nationalmannschaft weilte, wurde er vor dem Spiel gegen Malawi aus dem Kader gestrichen, weil der gebürtige Franzose aus Pontoise offenbar unpünktlich war. "Er war wegen einer Disziplinarstrafe nicht dabei. Wenn wir in einer Gruppe sind, ist es nötig, dass du Zeiten und andere Regeln respektierst", sagte der 50-jährige Nationaltrainer Herve Renard damals über Harit. 


Harit habe wie weitere Spieler die Abfahrtszeit zum Training falsch verstanden, erklärte Schalke-Sportdirektor Christian Heidel im Gespräch mit der Bild. "Daraufhin fanden sie keine Berücksichtigung für das Spiel. Nichts Dramatisches, aber Pünktlichkeit und Disziplin gehören natürlich auch dazu", ergänzte er.