Beim 1:1-Unentschieden des ​FC Bayern München gegen Ajax Amsterdam in der Münchner Allianz Arena kam es zum Zusammentreffen der ehemaligen Wegggefährten Louis van Gaal und Bayern-Präsident Uli Hoeneß. Trotz aller Differenzen zwischen den beiden Granden sprach der Niederländer von einer angenehmen Begegnung. 


Schon zu seiner aktiven Zeit als Trainer des FC Bayern München krachte es zwischen Louis van Gaal und Uli Hoeneß. Der "Tulpengeneral" hatte 2009 beim Rekordmeister einen Vertrag erhalten, gültig zunächst bis 2011, später sogar bis 2012. Doch nach einem 1:1 gegen den 1. FC Nürnberg wurde van Gaals Kontrakt im April 2011 aufgelöst. Unter seiner Führung wurden jedoch Thomas Müller und Holger Badstuber Stammspieler, außerdem sei die Spielidee des niederländischen Trainers laut Phillip Lahm im Jahr 2013 ausschlaggebend für den Triple-Triumph gewesen.


"Ich bin überall zurückgekommen. Beim FC Barcelona, der holländischen Nationalelf, Ajax Amsterdam, AZ Alkmaar, aber bei Bayern? Das kann ich mir nicht vorstellen. Solange Uli Hoeneß im Club ist, würde ich dort nicht arbeiten", ließ van Gaal kürzlich in der Sport Bild verlauten.


Am Dienstagabend trafen sich beide wieder, weil van Gaal für das niederländische Fernsehen als TV-Experte arbeitete.​ "Sehr warm", sei die Begegnung gewesen, erzählte van Gaal auf Sport1-Nachfrage. "Er hat mich umarmt und ich ihn", sagte er. "Das wir nicht miteinander konnten, das ist das Leben. So geht es anderen Leuten auch", so der 67-Jährige. 


Auf BILD-Nachfrage sagte der frühere Ajax-Coach: „Ajax hat sehr schön gespielt. Die hätten gewinnen müssen! Bayern hat nicht so gut gespielt, das war die Überraschung.“ Zudem wurde van Gaal gefragt, ob dies schon Anzeichen einer Krise seien. Er antwortete: „Das machen Sie daraus. Da müssen Sie Uli fragen, nicht mich.“