DORTMUND, GERMANY - OCTOBER 03: Paco Alcacer of Borussia Dortmund celebrates after scoring his team`s second goal during the Group A match of the UEFA Champions League between Borussia Dortmund and AS Monaco at Signal Iduna Park on October 3, 2018 in Dortmund, Germany. (Photo by TF-Images/TF-Images via Getty Images)

Borussia Dortmund: 10 Erkenntnisse aus dem Sieg gegen die AS Monaco

Borussia Dortmund konnte am Mittwochabend auch das zweite Gruppenspiel in der Champions League erfolgreich gestalten. Bei dem 3:0-Erfolg gegen die AS Monaco  konnte sich Trainer Lucien Favre unter anderem über seine stark aufspielende Offensive freuen.

1. Jacob Bruun Larsen macht den Unterschied

In der ersten Halbzeit taten sich die Borussen noch ziemlich schwer. Dabei konnte Marius Wolf auf der linken Offensivseite nicht wirklich überzeugen. Zur zweiten Halbzeit wurde der Ex-Frankfurter folgerichtig durch Jacob Bruun Larsen ersetzt. Der Däne zeigte sich erneut in einer überragenden Form und war einer der Garanten für den Aufschwung der Schwarz-Gelben. 


Der Führungstreffer des Youngsters gab dem gesamten Team jede Menge Selbstvertrauen und auch den dritten Treffer des BVB bereitete der Offensivspieler mustergültig vor. Nach der Partie unterstrich er gegenüber Sky seinen Ehrgeiz und erklärte, dass er einfach gerne den Unterschied mache.

2. Favres Offensivkonzept trägt Früchte

Lucien Favre ist dafür bekannt, dass er bei seinen Trainerstationen zunächst darauf bedacht ist, die Defensive zu stärken. Erst wenn hinten alles dicht ist, wird nach und nach auch an der Offensive gefeilt. Umso verwunderlicher, wie weit der BVB bereits in dieser frühen Saisonphase ist und wie eingespielt die Offensivkräfte auftreten. 14 Tore aus den letzten drei Spielen sind schlichtweg ein überragender Wert.

3. Alcacer ist der legitime Aubameyang-Nachfolger

Als in der Saisonvorbereitung klar wurde, dass die Dortmunder bei den Bemühungen um eine erneute Ausleihe von Michy Batshuayi scheitern würden, gingen bei vielen BVB-Fans die Alarmglocken los. Kurz vor Transferschluss konnte man mit Paco Alcacer aber eine echte Verstärkung für die Sturmspitze zu den Borussen lotsen. Auch gegen Monaco war der Spanier eine prägende Figur - und das nicht nur wegen seines Treffers zum 2:0. Dabei überzeugt der Neuzugang auch spielerisch und ist bereits prima in das Spiel der Favre-Elf integriert.

4. Reus gehört auf die Zehn

Marco Reus brauchte beim Spiel gegen die Monegassen ein paar Minuten, um in die Partie zu kommen. Spätestens in der zweiten Halbzeit war der Deutsche aber der Dreh-und Angelpunkt im Spiel der Borussen. Dabei wurde wieder einmal deutlich, dass der Superstar im zentralen offensiven Mittelfeld am besten aufgehoben ist, da er dort seine Qualitäten am besten einbringen kann. Überraschend gut funktionieren dabei die Absprachen mit Paco Alcacer. Dabei profitieren beide von ihrer hohen fußballerischen Intelligenz und verstehen sich bereits blind.

5. BVB setzt weiterhin mit Erfolg auf die Jugend

Der BVB hat sich bereits in den letzten Jahren den Ruf erarbeitet, eine gute Adresse für junge Spieler zu sein. Auch in dieser Spielzeit gehen die Schwarz-Gelben diesen Weg konsequent weiter. Durch ihre herausragenden Leistungen sind dabei Youngster wie der 18-jährige Jadon Sancho oder der 20-jährige Jacob Bruun Larsen bereits Spieler, die den Unterschied ausmachen können. Auch die junge Innenverteidigung lässt die Borussen hoffnungsvoll in die Zukunft blicken.

6. Delaney und Witsel sorgen für die richtige Balance

Die beiden Neuzugänge Thomas Delaney und Axel Witsel haben sich in kurzer Zeit bereits ein hohes Standing bei den Schwarz-Gelben erarbeiten können. Dabei sorgen die beiden zentralen Mittelfeldspieler dafür, dass die Borussen stabiler sind als noch in der Vorsaison. Gerade der Däne machte dabei gegen Monaco ein starkes Spiel und konnte in der Defensive einige brenzlige Situationen entschärfen. Aber auch Witsel wusste zu überzeugen und verlor gegen die Franzosen keinen einzigen Zweikampf.

7. Akanji unangefochtener Abwehrchef beim BVB

Manuel Akanj ist erst 23 Jahre alt. Dennoch ist der junge Schweizer bereits ein echter Führungsspieler beim BVB und sorgt in der Abwehrzentrale für Zucht und Ordnung. Dabei ist der Youngster ein tolles Beispiel für seine Teamkollegen und zeigt, dass durch viel Fleiß und Einsatz, gepaart mit jeder Menge Talent, eine Menge möglich ist. Sein hohes Standing innerhalb des Teams wird ebenfalls dadurch deutlich, dass der Innenverteidiger Teil des Mannschaftsrats ist.

8. Weiterer Schritt in der Verarbeitung des Anschlags

Ein Jahr, nachdem es den schrecklichen Anschlag auf den Mannschaftsbus des BVB gegeben hat, traf man am Mittwoch mit der AS Monaco auf den gleichen Gegner wie vor dem Attentat. Dabei konnten die Spieler die schrecklichen Geschehnisse während der Partie zum Glück verdrängen, auch wenn es sie ansonsten wohl für den Rest ihres Lebens begleiten wird. So erklärte Torhüter Roman Bürki nach der Partie gegenüber Sky, dass er froh gewesen sei, als die Mannschaft gestern "heil an der Stelle vorbei" war, an der es passiert ist. Dabei hatte er zuvor gedacht, dass er es komplett abgehakt habe.

9. Sicherer Rückhalt Roman Bürki

In der Vorsaison leistete sich Roman Bürki noch einige folgenschwere Aussetzer. Ob es nun daran liegt, dass mit Marwin Hitz ein ambitionierter Ersatzmann geholt wurde, ist von außen betrachtet schwer zu sagen. So oder so, spielt der Torhüter bislang eine sehr starke Saison und war auch gegen Monaco dann zur Stelle, wenn er gebraucht wurde. Diese Souveränität strahlt auch auf seine Vorderleute ab.

10. Starke Mentalität und Lust am Fußball

Beim Spiel gegen die Monegassen hatten die Dortmunder in der ersten Halbzeit noch mit Anlaufproblemen zu kämpfen. Im Gegensatz zur Vorsaison ließ sich das Team auch in dieser Partie davon nicht aus der Ruhe bringen und konnte sich mit fortlaufender Spieldauer immer weiter steigern. Dabei zeigte sich das Team sehr spielfreudig und agierte als echtes Kollektiv. Dass zwölf der 14 Pflichtspieltore in den letzten drei Spielen nach dem Halbzeitpfiff erzielt werden konnten, unterstreicht zudem den guten Fitnesszustand der Mannschaft.