MOSCOW, RUSSIA - OCTOBER 03: Head coach Domenico Tedesco of FC Schalke 04 looks on before the Group D match of the UEFA Champions League between FC Lokomotiv Moscow and FC Schalke 04 at Lokomotiv Stadium on October 3, 2018 in Moscow, Russia. (Photo by Oleg Nikishin/Bongarts/Getty Images)

FC Schalke: 04 Erkenntnisse aus dem Sieg in Moskau

Der FC Schalke 04 konnte am vergangenen Mittwochabend in der Champions League einen wichtigen Schritt in Richtung K.O.-Phase gehen, als man Lokomotive Moskau mit 1:0 bezwang. Neben der Tatsache, dass der knappe Triumph beim russischen Meister gleichbedeutend mit Domenico Tedescos Sieg-Premiere in der Königsklasse war, lassen sich vier weitere Erkenntnisse aus dem zweiten Gruppenspiel der Königsblauen ziehen.

1. Von der Dreier- zur Viererkette

Lange setzte S04-Coach Tedesco auf sein bewährtes 3-5-2-System, doch mittlerweile scheint sich eine Umstellung auf eine Vierer-Abwehrkette immer mehr zu verfestigen. Bereits beim 1:0-Sieg gegen Mainz 05 hatte die Systemumstellung - mit Nastasic und Sane in der Innenverteidigung - Früchte getragen. Im Rahmen des Auswärtssiegs in Moskau vertraute Schalkes Cheftrainer erneut auf eine Viererkette - mit Naldo und Sane im Abwehrzentrum. 

2. Rudy sucht weiter nach seiner Rolle

Dass ein Neuzugang nach einem Vereinswechsel Zeit benötigt, wird anhand des Beispiels Sebastian Rudy deutlich. Der Nationalspieler, der im Sommer für 16,5 Millionen Euro vom FC Bayern zum Revierklub wechselte, stand in Moskau - nach zuletzt zwei Partien auf der Bank - wieder in der Schalker Startelf. Eine Bindung zum Spiel konnte er jedoch nicht entwickeln, vor allem in der Offensivbewegung blieb der 28-Jährige komplett wirkungslos. Domenico Tedesco reagierte nach 55 Minuten von der Bank, wechselte Bentaleb für Rudy ein.

3. Mascarell schindet wenig Eindruck

Omar Mascarell feierte am Mittwochabend sein Startelfdebüt für den FC Schalke 04. Der Spanier begann in der Gelsenkirchener Schaltzentrale, das Spiel lief allerdings weitestgehend an ihm vorbei, sodass Tedesco den Neuzugang, der während den ersten 45 Minuten auf lediglich 31 Ballaktionen kam, in der Kabine ließ und ihn durch Suat Serdar ersetzte. 

4. Mendyl und 'Kono' können harmonieren

Auf der linken Außenbahn scheint sich mit Hamza Mendyl und Yevhen Konoplyanka ein neues Duo gefunden zu haben. Während Ersterer viele gute Ansätze zeigte und vor allem offensiv immer wieder Nadelstiche nach vorne setzen konnte, war 'Kono' ständiger Unruheherd in der Moskauer Defensive. Gleichzeitig war jedoch sowohl beim Marokkaner als auch beim Ukrainer noch Steigerungspotenzial erkennbar. Der neue linke Schalker Flügel - für die Zukunft definitiv eine Waffe.