SINSHEIM, GERMANY - OCTOBER 02:  Julian Nagelsmann, Manager of 1899 Hoffenheim speaks with Stefan Posch of 1899 Hoffenheim after during the Group F match of the UEFA Champions League between TSG 1899 Hoffenheim and Manchester City at Wirsol Rhein-Neckar-Arena on October 2, 2018 in Sinsheim, Germany.  (Photo by Maja Hitij/Bongarts/Getty Images)

8 TSG-Erkenntnisse nach der unglücklichen Niederlage gegen Manchester City

Gegen ein Weltklasse-Team gespielt, lange mitgehalten, Einsatz gezeigt - und am Ende doch verloren. Trotz engagierter Leistung verlor die TSG 1899 Hoffenheim das zweite Spiel der Champions-League-Gruppenphase gegen die "Sky Blues" aus Manchester. Der Coach und seine Nagelsmannen müssen die Köpfe dennoch nicht hängen lassen.


Die Erkenntnisse von Dienstagabend im Überblick:

1. Verletzte Leistungsträger

Eines war TSG-Trainer Julian Nagelsmann schon vor Anpfiff klar: Mit Nordtveit, Bicakcic und Kapitän Vogt würden sich drei der Leistungsträger und defensiven Stabilisatoren nicht auf dem Feld, sondern auf der langen Hoffenheimer Verletzten-Liste wiederfinden. Gegen das Offensiv-Feuerwerk aus Manchester eine immense Schwächung.

2. Reifeprüfung für Youngster-Abwehr

Für die verletzten Verteidiger mussten wie schon am Wochenende gegen Leipzig drei Hoffenheimer Youngster für Sicherheit sorgen. Die junge Dreierkette aus Akpoguma (23 Jahre alt), Hoogma (20), und Posch (21) hatte mit dem schnellen City-Sturm alle Hände voll zu tun. 

3. Hoogma überragend

Niederländer Justin Hoogma machte seinen Job als Aushilfs-Abwehrchef dabei ausgezeichnet. Mit über 80% Zweikampf-Quote war der gerade einmal 20-Jährige der Anker der gegen Sané, Aguero und Sterling häufig geforderten Hoffenheimer Defensive und empfahl sich auf internationaler Bühne für weitere große Aufgaben.

4. Unglücksrabe Posch

Auch Stefan Posch zeigte einen engagierten Auftritt. Doch bei allem Einsatz - So richtig viel wollte dem TSG-Jungstar nicht gelingen. Zehn Fehlpässe, eine Zweikampfquote von 30% und zu allem Überfluss der Stockfehler, der das Spiel kurz vor Schluss zu Ungunsten der Hoffenheimer entschied. 

5. Blitztor Belfodil

Dabei hatte doch alles so gut begonnen: Schon nach 44 Sekunden schockten die Mannen aus Sinzheim das Star-Ensemble von City-Trainer Pep Guardiola. Der Algerier Ishak Belfodil fand sich frei vorm Tor und verwandelte abgeklärt zur frühen Hoffenheimer Führung. An sich ein Traumstart vor heimischem Publikum.

6. Demirbay geht voran

Während Manchester das Spiel über weite Teile bestimmte, war es insbesondere in Hälfte eins Kerem Demirbay, der in Abwesenheit der verletzten Routiniers Verantwortung übernahm. Der 25-Jährige war es auch, der mit feinem Pass durch die Reihen der "Cititzens" das 1:0-Blitztor vorlegte. 

7. Leroy Sané "brutal" schnell!

Bei allem Unglück, das mit Poschs Fehler kurz vor Schluss für die TSG zur Niederlage führte, hatten die Hoffenheimer zwischendurch reichlich Dusel, als Keeper Baumann den entwischten Sané im Strafraum von den Beinen holte. Schiedsrichter Skominas Pfeife blieb stumm, obwohl der Torhüter später zugab, den Ex-Schalker berührt zu haben. "Für einen Torwart ist es schwer, Leroy hat einfach ein brutales Tempo", fügte der 28-Jährige hinzu.

8. TSG gut eingestellt

Was unglücklich endete, war seitens der Hoffenheimer an sich ein engagierter und disziplinierter Auftritt, der beiden Trainern nach Abpfiff Lob abrang. Während Guardiola die gute defensive Ordnung hervorhob, war Nagelsmann auch mit der offensiven Chancen-Erarbeitung zufrieden: "Das gegen ein Team wie Manchester City zu tun, ist etwas, worauf wir aufbauen können."