​​Bayer 04 Leverkusen musste am Samstagabend eine bittere Niederlage hinnehmen. Vor heimischem Publikum gab die 'Werkself' gegen ​Borussia Dortmund eine 2:0-Pausenführung aus der Hand und verlor am Ende mit 2:4. Nach der vierten Saisonniederlage brandeten die Diskussionen um Cheftrainer Heiko Herrlich wieder auf. Sportchef Rudi Völler nahm den Übungsleiter nun in die Pflicht. 


"Wir sind alle total enttäuscht von dem Ergebnis", erklärte Herrlich nach der Niederlage am Samstagabend. In der ersten Halbzeit habe seine Mannschaft das umgesetzt, "was wir uns vorgenommen hatten". Nach der Pause habe man die eine oder andere Situation nicht gut verteidigt. "Jetzt müssen wir uns aufrappeln, gegen Larnaka (Europa League, Anm. d. Red.) gewinnen und die Punkte, die wir heute verloren haben, in Freiburg zurückholen", gab der Bayer-Coach die Marschroute für die anstehenden Spiele bis zur Länderspielpause vor. 

Völler machte in einem Interview mit dem Kölner Stadt-Anzeiger keinen Hehl daraus, dass die Klubführung mit dem bisherigen Abschneiden nicht zufrieden ist. "Wir haben zu wenige Spiele gewonnen", so der 58-Jährige. Der Leverkusener Sportchef wolle nach sechs Spieltagen allerdings auch nicht alles in Frage stellen. Dass nach der Niederlage gegen Dortmund erneut Diskussionen rund um Herrlich aufgekommen sind, sei normal. 

Fortuna Duesseldorf v Bayer 04 Leverkusen - Bundesliga

Steht erneut in der Kritik: Bayer-Coach Heiko Herrlich


"Heiko Herrlich weiß, dass ich und die anderen im Klub ihn immer schützen", erklärte der Weltmeister, der den Übungsleiter vor dem Europa-League-Gruppenspiel gegen AEK Larnaka und dem Duell mit dem ​SC Freiburg jedoch auch in die Pflicht nahm. "Nur Talent reicht nicht. Wir müssen auch aus den Fehlern lernen", sagte Völler. "Wir haben die Wut und Qualität, um in die Spur zurückzukommen." Zu ​Ralph Hasenhüttl, der von der Bild-Zeitung als potenzieller Nachfolger von Herrlich gehandelt wird, wollte sich Völler nicht äußern.