​Borussia Dortmund trifft in der Champions League am Mittwochabend um 21 Uhr auf die AS Monaco. Es ist kein Spiel wie jedes andere. Im April 2017 wurde vor dem damaligen Viertelfinale ein Anschlag auf den Dortmunder Teambus verübt. Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke sprach jetzt über die Strapazen vor eineinhalb Jahren. 


Am 11. April 2017 herrschte in Dortmund Schockstarre. Wenige Stunden vor dem Champions-League-Viertelfinale im heimischen Signal-Iduna-Park gab es einen Sprengstoff-Attentat auf den BVB-Mannschaftsbus. Eine Stunde vor Anpfiff wurde die Partie abgeblasen und auf den darauffolgenden Tag gelegt. Dortmund verlor das Hinspiel mit 2:3 und das Rückspiel 1:3, doch in jenen Tagen war der Sport in den Hintergrund gerückt.


Wie schwer das Ereignis den Verein belastet hat, erklärte Hans-Joachim Watzke in der Sport Bild: "An so einem massiven Angriff hätte der Verein zerbrechen können, aber er hat sich letztlich nicht spalten lassen und gezeigt, dass er außergewöhnliche Situationen meistern kann", sagte der Geschäftsführer. 

AS Monaco v Borussia Dortmund - UEFA Champions League Quarter Final: Second Leg

Inzwischen wieder in Spanien: Marc Bartra 


Von 18 Profis, die den Anschlag hautnah miterlebten, stehen nur noch sieben im Kader (Torwart Roman Bürki, Raphael Guerreiro, Lukasz Piszczek, Julian Weigl, Marcel Schmelzer, Shinji Kagawa und Christian Pulisic). Marc Bartra, der damals am Arm verwundet wurde, hat sich mittlerweile verabschiedet und spielt wieder in seiner spanischen Heimat bei Real Betis Sevilla. 


Desweiteren beklagte sich Watzke über die Kritik an der Mannschaft in der letzten Saison, die zu selten die psychischen Folgen des Anschlags miteinbezog: "Bis auf die ersten zehn Tage nach dem Anschlag hat die Mannschaft wenig Solidarität von außen erfahren. Unsere Spieler sind in der vergangenen Saison extrem kritisiert worden, ohne zu berücksichtigen, was zuvor auf sie eingeprasselt ist." Dies sei "nicht fair" gewesen.


Inzwischen habe man die Ereignisse allerdings intern vollständig aufgearbeitet. "Mal schauen, wer unter normalen Umständen besser ist", gab sich Watzke vor der Begegnung angriffslustig. ​