​Obwohl Palko Dardai bei ​Hertha BSC bislang noch keine große Rolle spielen konnte, gilt der 19-Jährige als eines der größten Talente im Kader des Hauptstadtklubs. Angesichts des großen Potenzials des gebürtigen Berliners ist es daher kaum verwunderlich, dass nicht nur der DFB in Zukunft gerne auf den Rechtsaußen zurückgreifen würde.


Da der Youngster bekanntlich der Sohn von Hertha-Coach ​Pal Dardai ist, und dieser in seiner aktiven Karriere stolze 61-Mal für sein Heimatland Ungarn auflief, könnte der Offensivspieler auch auf internationaler Ebene den großen Fußstapfen seines Vaters folgen und in Zukunft für die ungarische Nationalmannschaft spielen.

SV Werder Bremen v Hertha BSC - Bundesliga

Für die Hertha bestritt Palko Dardai bislang sieben Pflichtspiele


Seine bisherigen fußballerische Ausbildung genoss der Linksfuß bislang jedoch ausschließlich in Deutschland und bestritt dabei auch bereits ein paar Spiele in den Jugendauswahlen des DFB. So feierte Dardai beim 3:2 gegen Tschechien am 7. September sein Debüt für die deutsche U20. Zuvor hatte er bereits Spiele für die U18 und U19 bestritten. Da diese Spiele jedoch kein Hindernis darstellen würden, kämpft der ungarische Verband derzeit intensiv um den möglichen Star von Morgen.


So erklärte auch Marco Rossi, Trainer der A-Nationalmannschaft Ungarns kürzlich laut ligainsider.de, dass es kein Geheimnis sei, wenn er sage, "dass wir Palkó Dárdai für die U21-Mannschaft von Michael Boris nominieren wollen". Bislang habe sich der Jungprofi jedoch noch nicht entschieden, "ob er für Ungarn oder Deutschland spielen will". Falls sich der Hertha-Profi für das Geburtsland seines Vaters entscheiden sollte, würde er dabei auch über kurz oder lang auf Leipzigs Kapitän Willi Orban treffen.


Der 25-Jährige hatte sich zuletzt dafür entschieden, die Einladung der ungarischen Nationalmannschaft für die anstehenden Länderspiele gegen Griechenland und Estland anzunehmen.


Dabei habe sich der gebürtige Kaiserlauterer nach Ansicht von Rossi seine Entscheidung nicht leicht gemacht und so erklärte der 54-Jährige, dass man auch dem Berliner Eigengewächs die Zeit gebe, sich zu entscheiden. Auf mehr Einsatzzeiten als in der mit Stars gespickten Offensive der deutschen Nationalmannschaft könnte Darbai bei den Ungarn aber wohl mit Sicherheit hoffen.