Kein erneuter Aufschub: Ex-Bundesliga-Torjäger Paolo Guerrero bleibt bis Frühjahr 2019 gesperrt. Der 34-Jährige war bei der peruanischen Nationalmannschaft des Dopings überführt worden - um an der WM in Russland teilnehmen zu können, erwirkte Guerrero allerdings einen Aufschub der Sperre. Ein erneuter Antrag wurde vor dem Schweizer Bundesgericht nun aber abgelehnt.


Paolo Guerrero bleibt bis April 2019 gesperrt. Der ehemalige Bundesliga-Angreifer war im Oktober 2017 beim WM-Qualifikationsspiel seiner peruanischen Nationalmannschaft gegen Argentinien ​positiv auf Kokain getestet worden.


Der Peru-Kapitän hatte im Anschluss eine provisorische Aufhebung der Sperre vor dem Schweizer Bundesgericht erwirkt, ​um an der Weltmeisterschaft in Russland teilnehmen zu können. Am Montag bestätigte ein Sprecher des Schweizer Gerichts gegenüber der DPA, dass die Sperre nicht erneut ausgesetzt wird.


Der 34-Jährige spielt seit seinem Abgang vom HSV im Sommer 2012 in Brasilien und war nach der WM ablösefrei von Flamengo Rio de Janeiro zu Internacional Porto Alegre gewechselt. Auf seinen ersten Einsatz für sein neues Team muss er nun allerdings noch einige Monate warten. Guerrero hatte die positive Dopingprobe mit einem Tee mit Koka-Blättern erklärt - in Peru ein Nationalgetränk. 


Der 91-fache Nationalspieler hat in der Bundesliga 161 Spiele absolviert, bei denen ihm für den ​FC Bayern und den ​Hamburger SV insgesamt 47 Tore und 26 Vorlagen gelangen.