​​Bremens Nuri Sahin ist offenbar Opfer eines Steuerbetrugs in Spanien geworden. Wie die spanische Tageszeitung El Mundo berichtet, sind neben dem Deutsch-Türken rund 40 Profi-Fußballer - darunter auch Ex-Bundesligaspieler Hamit Altintop - sowie dutzende Basketballer betroffen. Ein Gericht in Madrid soll derweil die Ermittlungen aufgenommen haben.

Werder-Neuzugang Nuri Sahin sowie Ex-Schalke und Bayern-Profi Hamit Altintop sind angeblich einem Steuerbetrug in Spanien zum Opfer gefallen. Wie die El Mundo schreibt, sind die beiden Deutsch-Türken, die im Rahmen der Saison 2011/12 zusammen bei ​Real Madrid unter Vertrag standen, in einen Vorfall involviert, bei dem ihnen, 40 weiteren Profi-Fußballern und mehreren Basketballern insgesamt 6,5 Millionen Euro vorenthalten wurde.

Real Madrid vs Galatasaray - Santiago Bernabeu Trophy

Hamit Altintop (2.v.r.) und Nuri Sahin (m.) sind anscheinend Opfer eines Steuerbetrugs in Spanien geworden


​Der Steuerinspektor, so lautet der Vorwurf, soll die Gelder seinerzeit nicht an die Fußballer zurückgezahlt, sondern an eine private Firma (Lapver SA) überwiesen haben. Da die Sportler von der Steuererstattung aber offenbar nichts wussten, war der Betrug bis dato nicht entdeckt worden.

Trotz langfristiger Verträge verließen Sahin und Altintop, die sich beim spanischen Rekordmeister letzten Endes nicht durchsetzen konnten, Real im Sommer 2012. Während Ersterer aktuell in der Bundesliga für den SV Werder Bremen aufläuft, ist Altintop - nach seinem Engagement bei Darmstadt 98 - noch immer auf der Suche nach einem neuen Verein.