Vor wenigen Tagen gab der ambitionierte Drittligist KFC Uerdingen die ​Verpflichtung von Dominic Maroh bekannt, und sorgte damit erneut für Aufsehen. Die vom russischen Investor Michail Ponomarew unterstützten Krefelder zogen nach Kevin Großkreutz und Stefan Aigner einen weiteren ehemaligen Bundesligaspieler an Land, der nun gegenüber der Kölnischen Rundschau seinen Wechsel erklärte.


Eigentlich kennt man Dominic Maroh nur im Dress des ​1. FC Köln. Der mittlerweile 31-jährige Innenverteidiger, der in Nürtingen bei Stuttgart geboren wurde, schaffte zwar einst beim 1. FC Nürnberg den Durchbruch - doch für den 'Effzeh' absolvierte er in den vergangenen sechs Jahren 156 Pflichtspiele.


Nach dem Abstieg im Mai folgte der Umbruch und damit auch Marohs Vertragslosigkeit. Der Abwehrspieler absolvierte ohnehin nur 15 Pflichtspiele in der abgelaufenen Saison, ein Verbleib wäre daher auch beim Klassenerhalt wohl unwahrscheinlich gewesen. Im Sommer reiften schließlich die Überlegungen, wie seine Karriere weitergehen soll, wobei er sich auf zwei Szenarien festlegte: "Da war eine Option ein Wechsel ins Ausland oder die zweite Variante mit einem neuen Klub in der Nähe" (via geissblog.koeln).

1. FC Koeln v FC Bayern Muenchen - Bundesliga

  Insgesamt sechs Jahre lang spielte Dominic Maroh (zweiter v.l.) für den 1. FC Köln - kürzlich folgte der Schritt zum KFC Uerdingen


Bis zur Anfrage der Uerdinger habe ihn "nichts so richtig überzeugt." Nach den Gesprächen sei jedoch "schnell klar geworden", dass er sich diese Chance nicht entgehen lassen wolle. Das Geld habe dabei allerdings keine Rolle gespielt - genauso wenig wie die Ligazugehörigkeit. "Mir war die lange Vertragsdauer wichtig. Nach zehn, elf Jahren in der 1. und 2. Bundesliga bin ich an einem Punkt, an dem es – salopp gesagt – nicht mehr darum gehen muss, Deutscher Meister zu werden. Ich möchte Spaß am Fußball und meine Familie bei mir haben."


Ohnehin sei es als Fußballer eigentlich "egal, ob man in der Euro-League, der ersten oder zweiten Bundesliga oder jetzt eben in der dritten Liga spielt. Es ist einfach nur schön, wenn man mit seinen Teamkameraden mit einem gemeinsamen Ziel vor Augen um Punkte kämpft."


Unter der Leitung von Trainer Stefan Krämer liegen die Krefelder voll auf Kurs. Nach zehn Spieltagen liegt der KFC mit 19 Punkten auf dem dritten Tabellenplatz und liegt lediglich aufgrund der schlechteren Tordifferenz hinter dem Karlsruher SC und Spitzenreiter VfL Osnabrück. Bislang stand Dominic Maroh in den beiden Partien gegen den FSV Zwickau und Fortuna Köln auf dem Platz und scheint, den Spaß am Fußball wiedergefunden zu haben.