Der ​FC Bayern München hat seit Jahren ein Problem auf der Position der Außenverteidiger. Zwar war man mit dem inzwischen zurückgetretenen Philipp Lahm und seinem Pendant David Alaba bisher immer gut aufgestellt, dennoch fehlte stets ein zuverlässiger Ersatz für die beiden Ausnahmeathleten. Mit Jonathan Meier könnten die Münchener jetzt genau diesen gefunden haben. Und zwar in den eigenen Reihen.


Jonathan Meier war für​ das Spiel gegen Hertha BSC anstelle des verletzten Leon Goretzka in den Münchener Kader berufen worden und durfte so zum zweiten Mal in seiner noch jungen Karriere zumindest von der Bank aus Bundesliga-Luft einatmen. Am Ende der letzten Saison hatte ihn Ex-Trainer Jupp Heynckes erstmals für den Bundesliga-Kader nominiert.


Meier, gerade erst 18 Jahre alt, soll auf langfristige Sicht eines der Bayern-Eigengewächse werden, die es aus der Jugendabteilung tatsächlich in den Profikader schaffen. Bislang lief der junge Linksverteidiger vermehrt in der U23 des Rekordmeisters auf und konnte mit konstanten Leistungen auf sich aufmerksam machen. In dieser Saison bestritt Meier, der erst 2012 von der Jugendabteilung des Stadtrivalen 1860 München zu den Bayern gewechselt war, bislang zehn Partien über die volle Distanz für die den Regionalligisten.

Hertha BSC v FC Bayern Muenchen - Bundesliga

Ein Mann für die Zukunft: Jonathan Meier soll in München zur Stammkraft heranwachsen


Darüber hinaus durfte Meier des Öfteren in der ersten Mannschaft mittrainieren. Während der Vorbereitung auf die neue Saison in den USA lief er gemeinsam mit Ribery, Robben und Co. im Trikot des Rekordmeisters gegen Mannschaften wie Paris Saint-Germain und Manchester City auf. Nun soll er der nächste Weltklasse-Außenverteidiger der Münchener werden, und dafür sorgen, dass auch David Alaba, absolute Stammkraft auf der Position hinten Links, die ein oder andere Pause bekommt. Gerade mit Hinblick auf die bereits laufenden englischen Wochen und Bayern Münchens erneuten Angriff auf die vorderen Champions-League-Plätze, wäre ein adäquater Ersatz für den Österreicher sicher eine Erleichterung. 


Ob der 18-Jährige jedoch bereits in dieser Saison weit genug ist, muss derweil Trainer Kovac entscheiden, der mit Alaba und ​Joshua Kimmich im Augenblick nur zwei gelernte Außenverteidiger Kader hat.