Achraf Hakimi wird langsam warm mit der Bundesliga. Die Dortmunder Leihgabe von Real Madrid stand in den beiden letzten Saisonspielen des BVB jeweils über 90 Minuten auf dem ​Rasen und wusste zu überzeugen. Im Interview mit der Marca sprach der Rechtsverteidiger über seinen Wechsel nach Dortmund, den Konkurrenzkampf beim BVB und seine Zukunft.


Ein Tor, eine Torvorlage: Achraf Hakimi hat ​eine erste Duftmarke in der Bundesliga hinterlassen. Der 19-Jährige absolvierte in dieser Woche ​gegen Nürnberg und Leverkusen seine ersten beiden Bundesliga-Spiele für den ​BVB und wusste auf Anhieb auf der rechten Abwehrseite zu überzeugen. Mit Hakimi gewann die Borussia beide Spiele und kletterte an die Tabellenspitze.


„Wir wollen es in die Champions League schaffen, aber wir schauen von Spiel zu Spiel und versuchen, soweit wie möglich zu kommen. Und hoffentlich können wir den Bayern den Titel wegschnappen", verriet der ambitionierte Hakimi der spanischen Marca im Vorfeld der Partie gegen Bayer 04 Leverkusen seine Saisonziele mit dem BVB.


Durch den Sieg gegen die "Werkself", an dem auch Hakimi seine Aktien hält, sind die Westfalen diesen Zielen einen Schritt näher gekommen. Der Marokkaner, der bei Real Madrid mit zahlreichen Superstars gespielt hat, weiß um die Qualität der Borussia: „Hier hat man – wie ja jeder weiß – auch gute Spieler: Pulisic, Reus... Während man mit ihnen trainiert merkt man, dass sie noch viel besser sind als das, was man im TV sieht.“

Bei den Schwarz-Gelben fühlt sich Shootingstar Hakimi, der für zwei Jahre ausgeliehen wurde, auf Anhieb pudelwohl. Seine Entscheidung pro Borussia Dortmund fiel dem 19-Jährigen nicht schwer: „Ich habe mehrere Angebote erhalten, doch das vom BVB war ohne Zweifel das, was mich am meisten überzeugt hat. Wir haben eine Mannschaft, die sehr attraktiven Fußball spielt und versucht, junge Spieler besser zu machen. Das hat den größten Ausschlag gegeben“, sagte er. 


Einen ganz speziellen Rat holte sich der Rechtsverteidiger bei seinem Konkurrenten bei ​Real Madrid ein: Dani Carvajal, der selber von einer Bundesliga-Leihe zu Bayer 04 Leverkusen profitierte und mittlerweile einer der besten Außenverteidiger der Welt ist. „Er hat mir gesagt, dass ich die Möglichkeit wahrnehmen soll, mich zu verbessern, auf mehr Spielzeit zu kommen – und vor allem die Erfahrung genießen soll", erinnerte sich der BVB-Neuling. 


Quo vadis, Hakimi? - "Real ist das Team meines Lebens"


Bis zu seiner Bundesliga-Premiere unter der Woche gegen Nürnberg, drückte Hakimi beim BVB noch die Bank. Die Konkurrenz bei den Schwarz-Gelben schläft nicht, doch der 19-Jährige macht sich darüber keine Gedanken: „Bei Real musste ich mich mit Carvajal messen der, meiner Meinung nach, der beste Rechtsaußen ist. Mit Piszczek zu konkurrieren, ist nochmal eine weitere wichtige Herausforderung, denn man braucht Zeit, um unter den Besten zu sein. Ich werde versuchen, daraus zu lernen.“


Als Perspektivspieler verpflichtet, fragen sich die BVB-Fans nach zwei fantastischen Debüt-Auftritten nun, wie es nach seiner Leihe weitergeht. Die Zeichen deuten allerdings aktuell noch auf eine Rückkehr zu Real Madrid. „Real ist das Team meines Lebens", stellte Hakimi unmissverständlich klar. "Aber daran denke ich momentan nicht. Ich denke nur daran, mit Dortmund zu wachsen, um eine bestmögliche Zukunft zu haben.“ Über eine Kaufoption verfügt Borussia Dortmund nicht.