​Werder Bremen hat sein Bundesligaspiel am 6. Spieltag beim VfB Stuttgart nach über einer Halbzeit in Unterzahl trotz Überlegenheit mit 1:2 verloren und es damit verpasst, sich am FC Bayern München vorbei auf Tabellenplatz 2 zu schieben. Für die Unterzahl gegen die Schwaben sorgte Innenverteidiger Milos Veljkovic, der sich gleich nach dem Spiel für seinen Platzverweis entschuldigte. Auch sein Trainer Florian Kohfeldt zeigte sich nicht sauer und nahm den jungen Serben in Schutz.


"Ich denke, wir haben gut begonnen. Der Platzverweis tut mir leid, aber das Team hat eine gute Reaktion gezeigt. Ich bin stolz, dass wir bis zum Schluss alles versucht und gekämpft haben. Wir waren mutiger, wir wollten mehr und hätten aufgrund der Chancen drei Punkte verdient gehabt", so Veljkovic nach dem Schlusspfiff zur knappen Niederlage. "In der ersten Situation bringt mich mein Gegenspieler zu Fall, ehe ich ihn foule. Über diese Gelbe Karte kann man streiten, aber die zweite Gelbe Karte ist definitiv meine Schuld. Das darf mir nicht passieren, das tut mir leid für die Mannschaft." 

Auch Werder-Coach Florian Kohfeldt äußerte sich im ZDF zum Spiel, wollte den Platzverweis des serbischen Nationalspielers aber keinesfalls als alleinigen Grund für die Pleite gelten lassen: "Milos weiß selbst, was falschgelaufen ist und kann diesen Platzverweis gut einordnen. Er hat uns mir starken Leistungen in letzter Zeit häufig Punkte beschert, daher müssen wir ihn heute in Schutz nehmen."


Grund für die Niederlage seien vielmehr auch einige Fehler, wo man sich als Mannschaft insgesamt nicht gut genug verhalten habe: "Wir verlieren das Spiel aufgrund von einigen Entscheidungsfehlern. Beim 0:1 fehlt die Konterabsicherung. Plötzlich liegen wir zurück und keiner weiß warum. Zur Pause steht es 0:1, wir sind einer weniger, aber wir spielen weiter nach vorne. Wir versuchen alles, damit kann ich mich identifizieren." 


Auch die deutliche Marschroute mit drei Offensiv-Wechseln ging letztlich ein Stück weit auf Kosten der defensiven Stabilität, Kohfeldt rechtfertigte die Wechsel dennoch: "Natürlich kann man die offensiven Wechsel kritisieren. Aber wenn ich in der Pause erzähle, dass wir unbedingt siegen wollen und nach dem Ausgleich drei Defensive bringe, mache ich mich unglaubwürdig." Der Saisonstart an der Weser ist trotz der jüngsten Niederlage absolut gelungen, Werder Bremen steht trotz ersten Ligapleite mit 11 Punkten auf einem guten sechsten Tabellenplatz.