Nach fünf Spieltagen wartet Hannover 96 bislang noch auf den ersten Saisonsieg. Am Sonntagnachmittag nimmt das Team von Trainer ​Andre Breitenreiter bei der Partie gegen Eintracht Frankfurt einen erneuten Anlauf. Dabei könnten die Niedersachsen in der Offensive wieder einmal auf den Shootingstar ​Hendrik Weydandt setzen.​


Vor der Saison war der 23-Jährige nur ausgewiesenen Experten ein Begriff und als Perspektivspieler in der zweiten Mannschaft der Hannoveraner eingeplant. Durch starke Auftritte in der Vorbereitung konnte der Angreifer jedoch den Trainerstab des Traditionsvereins von sich überzeugen und krönte seinen Senkrechtstart mit einem Treffer bei seinem ersten Bundesligaspiel am ersten Spieltag.

Da der Mittelstürmer in der Folge von Medienanfragen regelrecht erdrückt wurde und mit seinem neuen Dasein im Rampenlicht erst einmal klar kommen musste, saß er gegen Borussia Dortmund nur auf der Ersatzbank und wurde in den beiden darauffolgenden Partien nicht mehr eingesetzt. Um jedoch weiterhin Spielpraxis zu sammeln, kam er in einem Spiel der zweiten Mannschaft zum Einsatz und traf auch dort prompt. Am 5. Spieltag der Bundesliga durfte er daraufhin wieder auf der Ersatzbank Platz nehmen und machte nach seiner Einwechslung in der Schlussphase des Spiels gegen Hoffenheim eine gute Figur.


Auf der Pressekonferenz vor der Partie gegen die Hessen erläuterte Trainer Andre Breitenreiter nun die Beweggründe für diese Maßnahmen. "Es war aus meiner Sicht genau die richtige Maßnahme ihm auch ein bisschen Luft zu verschaffen, ihn auch mal durchschnaufen zu lassen, ihm aber auch die Spielpraxis in der U23 zu geben", so der 44-Jährige. Da er dort Erfolgserlebnisse feiern konnte, sei der Stürmer auch bei der Partie gegen die TSG in der Lage gewesen, "voller Selbstvertrauen bei der Einwechslung" zu agieren.


Nach Ansicht des Fußballlehrers gehe man genau so mit jungen Spielern um. "Es hat nichts damit zu tun, dass wir ihn vorher zweimal draußen gelassen haben, denn im Training war es dann auch eindeutig, dass es in dieser Zeit nicht die richtige Entscheidung gewesen wäre. Auch für seine persönliche Entwicklung. Und von daher ist es schön, dass er jetzt so zurückgekommen ist", so Breitenreiter. Für die Partie gegen die 'Adler' sei der 1,95-Meter-Hüne daher wieder eine Option. "Henne hat das gut gemacht nach seiner Einwechslung und er hat natürlich Chancen im Kader zu stehen, weil er jetzt auch wieder vor Selbstvertrauen strotzt", so der 96-Coach.