Das leidige Thema Mario Götze reißt nicht ab. Der Weltmeister ist beim BVB aktuell noch außen vor, wartet noch auf seine Chance unter Trainer Lucien Favre. Der Fall des einstigen Supertalents ist für zahlreiche Medienvertreter ein gefundenes Fressen; ein Umgang, an dem Mario Götze zu knabbern hat. Mit Bastian Schweinsteiger und Peter Hyballa brachen nun aber zwei ehemalige Weggefährten eine Lanze für Götze.


Dass Mario Götze mit falschem Maß gemessen wird und Zeit braucht, ist mittlerweile bekannt. Dennoch wird der Weltmeister von 2014 Woche für Woche durch den medialen Schmutz gezogen. Das stinkt seinem Jugendtrainer Peter Hyballa: "Er muss immer mehr liefern als andere. Spielt er gut, bekommt er durchschnittliche Kritiken. Spielt er durchschnittlich, wird er vernichtet. Ich könnte kotzen, wenn ich sehe, wie wir mit so einem Superfußballer umgehen, auch medial", tobte er in einem Interview mit der Sport Bild.


Hyballa, der aktuell in der Slowakei als Trainer tätig ist, förderte Mario Götze als junges Talent und sieht das Problem bei dem BVB-Star in der öffentlichen Wahrnehmung: "Er macht ja nichts richtig in der öffentlichen Wahrnehmung. Dabei wird immer vergessen, dass Götze ein Individualist ist, ein Instinktfußballer. Er ist introvertiert und ein Denker, das war schon in der Jugend so. Er ist kein Everybody‘s Darling wie Thomas Müller. Das wird ihm dann negativ ausgelegt.“

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Kritisiert den Umgang mit Mario Götze scharf: Peter Hyballa



Peter Hyballa ist nicht der einzige ehemalige Weggefährte, der Götze den Rücken stärkt: "Ich mag Marios Art, Fußball zu spielen. Vor einigen Jahren haben wir genau nach solchen herausragenden Offensivtalenten in Deutschland gesucht", erklärte Schweinsteiger im Rahmen einer Pressekonferenz bei seinem Club Chicago Fire. Das Besondere, das Mario Götze auszeichnet, habe er "nicht verloren". 


Aktuell sieht die Zukunft des Weltmeisters allerdings alles andere als rosig aus. Im eher kompakten und defensiven System von Lucien Favre findet Götze noch keine Rolle, rotiert derzeit zwischen Bank- und Tribünenplatz. Ein Wechsel schon im Winter wäre daher eine Option für den 26-Jährigen - findet auch Peter Hyballa: „Er wird sich solche Gedanken machen. Auf der anderen Seite liebt Mario den BVB, er kommt aus der Stadt. Aber vielleicht hat er es mit seiner prominenten Frau einfacher im Ausland. Vielleicht täte ihm das gut.“