​Sportlich läuft es für den​ FC Schalke 04 in dieser Saison bislang noch gar nicht rund. Nach fünf Spieltagen wartet das Team von Trainer ​Domenico Tedesco noch immer auf den ersten Punktgewinn. Die am Freitag veröffentlichte Halbjahresbilanz 2018 macht jedoch aus wirtschaftlicher Sicht Hoffnung, auch wenn erneut ein Minus erwirtschaftet wurde.


So verkündeten die 'Königsblauen' auf ihrer Vereinsseite, dass der Klub im ersten Halbjahr 2018 auf Konzernebene einen Umsatz von 126,2 Mio. Euro erlöst habe. Zwar übertraf der Traditionsverein damit den Umsatz des Vorjahreszeitraums um sieben Millionen Euro, dennoch steht nach sechs Monaten ein Minus von 8,9 Millionen Euro zu Buche. Im Vorjahr betrug der Verlust 10,4 Millionen Euro.

VfL Wolfsburg v FC Schalke 04 - Bundesliga

Peter Peters zeigte sich mit den Geschäftszahlen zufrieden


Das Minus wurde dadurch begründet, dass aufgrund des großen sportlichen Erfolgs in der Vor-Saison "erhöhte Prämienzahlungen" fällig wurden. Die Einnahmen aus der Champions League würden hingegen erst in der Bilanz für die zweite Jahreshälfte eine Rolle spielen. Peter Peters, Vorstand Finanzen und Organisation der 'Knappen' sieht seinen Verein daher finanziell gut aufgestellt. "Die Saison 2017/2018 war in vielerlei Hinsicht sehr erfolgreich für den FC Schalke 04. Der Verein hat gezeigt, dass er aus dem operativen Geschäft heraus über ein starkes wirtschaftliches Fundament verfügt", so der Deutsche.


Darüber hinaus betonte der 56-Jährige, dass die Vize-Meisterschaft und die damit einhergehende Champions-League-Teilnahme die Ertragskraft weiter stärke. "Gleichzeitig arbeitet der Club mit dem Umbau des Berger Feldes sowie der weiteren Internationalisierung und Digitalisierung intensiv an der strategischen Weiterentwicklung und damit dem Ausbau der langfristigen Wettbewerbsfähigkeit des FC Schalke 04" , führte der erfahrene Funktionär weiter aus.


Erhöht wurde der Umsatz in der ersten Jahreshälfte unter anderem durch die neuen TV-Verträge, die zehn Millionen Euro mehr in die Kassen spülten. Auch die Sponsoringerlöse konnten von 35,4 Millionen auf 41,4 Millionen Euro gesteigert werden. Für das Gesamtjahr gehen die Schalker von Umsatzerlösen jenseits der 300-Millionen-Euro-Marke, sowie einem Jahresüberschuss im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich, aus. Dabei setzt der Bundesligist auf höhere Transfererlöse und Einnahmen aus dem internationalen Geschäft.