Nach Dortmund ist vor Düsseldorf. Auf der Pressekonferenz zwischen den beiden Spielen ist Trainer Michael Köllner vom ​1. FC Nürnberg darum bemüht, in die Zukunft zu blicken. Man dürfe das 0:7 bei ​Borussia Dortmund nicht dramatisieren. Gleichzeitig verlangt der Trainer, dass man aus der deutlichen Niederlage Erfahrungen mitnimmt. Gute Nachrichten gibt es bezüglich der Verletzten Salli und Ewerton.


​Das 0:7 in Dortmund war eine Machtdemonstration. Die Niederlage zu erklären, fällt Michael Köllner nicht leicht. Der 48-Jährige macht deutlich, dass man in den vorherigen vier Spielen gute Leistung gezeigt habe. Tatsächlich konnte der „Club“ in nun fünf Spielen aber nur einmal gewinnen und schoss erst vier Tore – davon sogar ein Eigentor. Zumindest die Torausbeute ist ausbaufähig. Dabei spielt sicherlich auch das Lazarett der Nürnberger eine Rolle.


„Man wird gegen Düsseldorf sehen, wie wir das charakterlich aufarbeiten“, sagt Köllner auf der Pressekonferenz. Beim Champions-League-Teilnehmer Dortmund gab es für die Franken schlussendlich nichts zu holen. Gegen Mitaufsteiger​ Fortuna Düsseldorf fordert Köllner aber, dass seine Mannschaft „wieder in die Spur“ kommt. „Es war klar, dass die Bundesliga ein brutaler Wettbewerb ist. So etwas kann die Mannschaft aber auch stabiler machen“, gibt sich der Trainer bestimmt.


„Ich neige weder dazu, das Spiel in Dortmund zu ignorieren, noch es zu dramatisieren“, fährt Köllner fort. Bei nur zwei spielfreien Tagen sei es schwer, die Niederlage schnell abzuschütteln, aber gegen Düsseldorf erwarte die Mannschaft andere Vorzeichen.

Personell hat Köllner einiges zu vermelden: So teilt er mit, dass Sebastian Kerk und Adam Zrelak zunächst noch in der U21 Spielpraxis sammeln müssten. Bezüglich Ondrej Pretrak, der an einer Nackenblockade leidet, zeigt sich Köllner zuversichtlich. Der Tscheche trainiert heute mit der Mannschaft und könnte eventuell morgen auflaufen. Auch Edgar Salli und Ewerton stünden vor ihrer Rückkehr in die Mannschaft. Salli litt unter einem Infekt und könnte bei einer Rückkehr für die nötige Effektivität im Sturm sorgen. ​Ewerton verletzte sich bereits in der Saisonvorbereitung am rechten Sprunggelenk und wartet noch immer auf sein Erstligadebüt.


Allerdings wird es für das Spiel gegen Düsseldorf noch nicht reichen. Beide Spieler steigen erst am Sonntag wieder ins Mannschaftstraining ein. Köllner ist glücklich darüber, dass es keine neuen Verletzten zu beklagen gibt. ​Es ist davon auszugehen, dass es zu einigen Veränderungen nach der Blamage in Dortmund kommt. Das Spiel am Sonnabend werde eine Begegnung auf Augenhöhe, sagt der Trainer, deshalb werde man das Spiel mit „Optimismus und positiver Energie“ angehen.