Der Erfolg des FC Chelsea im neuen Jahrtausend geht Hand in Hand mit Eigentümer Roman Abramovich. Nach 15 Jahren könnte die Ära des russischen Milliardärs bei den Blues allerdings bald enden. Wegen ständiger Probleme mit der Einreise nach England ist der 51-Jährige offenbar gewillt, seinen FC Chelsea zu verkaufen. Der geforderte Kaufpreis würde den Weltrekord pulverisieren.


Im Sommer 2003 übernahm der russische Milliardär Roman Abramovich Premier-League-Klub ​FC Chelsea und machte mit seinen Investitionen die Blues zu einem Top-Team in England und ganz Europa. 15 Jahre später könnte sich die Zeit des 51-Jährigen als Chelsea-Eigentümer dem Ende entgegen neigen.


Wie der Informationsdienst Bloomberg und die britische Zeitung Mirror berichten, sucht Abramovich bereits nach einem Nachfolger. Grund für seinen Rückzug seien vor allem die Visa-Probleme bei der Einreise nach Großbritannien. Diese hängen wohl mit dem Giftgasanschlag auf Sergei und Yulia Skripal im vergangenen März zusammen. Seither werden russische Anträge auf Einreise mit großer Verzögerung bearbeitet, berichtet Bloomberg weiter.

Liverpool v Chelsea - Carabao Cup Third Round

Bekommen Hazard (l.), Morata (r.) und Co. bald einen neuen Eigentümer?



Und auch bei der Regierung stünden wohlhabende Russen, die in London eine Niederlassung besitzen, besonders im Fokus. Das Geld, das aus Russland nach Großbritannien fließt, werde als Gefahr für die nationale Sicherheit ausgemacht.


Abramovich und dessen Anwälte schweigen zu alledem. Der Mirror schreibt allerdings, dass ein potenzieller Käufer bereits ausgemacht wurde. Demnach interessiere sich der US-Unternehmer Paul Allen für die Blues. Der Mitbegründer des Software-Riesens Microsoft ist in der Sportwelt kein Unbekannter. Er besitzt bereits das Basketballteam Portland Trail Blazers aus der NBA und die Footballmannschaft Seattle Seahawks aus der NFL.


Als Kaufpreis stehen umgerechnet gut 3,4 Milliarden Euro im Raum. Vermitteln soll dabei kein Geringerer als Lewandowski-Berater und enger Abramovich-Vertrauter Pini Zahavi. Der 75-jährige Israeli hatte schon bei Abramovichs Chelsea-Kauf im Hintergrund die Fäden gezogen. Nun soll er ihm helfen, die Blues wieder abzustoßen.

Sollte Abramovich tatsächlich eine solche Summe geboten bekommen, wäre es mit Abstand die teuerste Übernahme in der Fußball-Geschichte. Ein erstes Angbot über 2,3 Milliarden Pfund hatte der Russe noch abgelehnt. 


Was wird aus den Stadion-Plänen?


An der geplanten Übernahme hängen wohl auch die Pläne für den Bau einer neuen Stamford Bridge. Die geplante Errichtung einer 60.000-Zuschauer-Arena wurde ​im Mai gestoppt - eben aufgrund der Visa-Probleme von Abramovich. Der Bau ist mit einer Milliarde Pfund veranschlagt.