Lange mussten die Fans des ​FC Liverpool warten, doch am Mittwochabend feierte Mittelfeldspieler Fabinho seinen ersten Startelfeinsatz im Trikot der 'Reds'. Bereits vor der 1:2-Niederlage im Carabao Cup gegen den FC Chelsea erklärte Jürgen Klopp die sonderbare Situation um den Brasilianer, der in den Augen des Trainers einfach nur Zeit benötigt.


Hohe Ablösesummen haben eine besondere Strahlkraft. Wenn ein Spieler viel Geld kostet, erwartet man auch dementsprechende Leistungen. Heutzutage ist das Verhältnis allerdings ein wenig anders, da die Vereine immer mehr Geld erhalten - und Spieler dementsprechend teurer werden.


Der ​50 Millionen Euro schwere Transfer von Fabinho, der von der AS Monaco zum FC Liverpool wechselte, ist auf der Insel längst keine Seltenheit mehr. Und doch wunderte sich so manch einer darüber, dass der 24-Jährige bislang kaum zum Zug kam. In drei von sechs Premier-League-Spielen wurde er nicht einmal für den Kader nominiert, die restlichen Partien verfolgte er von der Bank aus. Erst beim ​Auftakt in der Champions League gegen Paris St. Germain (3:2) feierte er seinen ersten Kurzeinsatz, ehe er beim gestrigen Pokalduell gegen den FC Chelsea erstmals für die Startelf nominiert wurde.

Liverpool v Torino - Pre-Season Friendly

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Ohnehin rotierte Jürgen Klopp viel, brachte Simon Mignolet für Alisson Becker, setzte in der Abwehr auf Joel Matip und im Angriff unter anderem auf Daniel Sturridge und Xherdan Shaqiri. In der Zentrale begann Fabinho mit James Milner und Naby Keita, allerdings dürfte sich seine Situation in den kommenden Wochen nicht ändern.


Klopp: Fabinho "muss sich eingewöhnen"


"Es ist bei ihm nicht anders als bei anderen Spielern. Es ist wirklich nicht kompliziert, er muss sich nur eingewöhnen", sagte Klopp bereits auf der Pressekonferenz vor der Partie (via transfermarkt.de). "Positionierung, Reaktion, defensive Räume und wie man sie schließt und für die Offensive nutzt" seien Schlüsseldinge, an denen Fabinho noch arbeiten müsse.


Allerdings hänge dies auch mit Klopps intensivem Umschaltspiel zusammen: "Es benötigt Zeit, sie [die Spieler, Anm. d. Red.] waren alle an andere Fußballteams gewöhnt. Man hat also normale Abläufe in einer Mannschaft." Man könne nicht voraussagen, wie lange ein Spieler braucht, um sich an die Umstellungen zu gewöhnen, doch Klopp versicherte: "Es wird passieren."


Sein Spiel müsse schlicht und ergreifend verinnerlicht werden, doch dies gehe nicht binnen weniger Wochen: "Um etwas zu verbessern, kann man ein halbes Jahr einräumen, um wirklich den nächsten Schritt zu machen. Das ist es." Daher dürfte es noch einige Zeit dauern, bis Fabinho regelmäßig von Anfang an spielt.