​Die Europameisterschaft im Jahr 2024 wird in Deutschland stattfinden. Dies gab das Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union (UEFA) vor wenigen Minuten offiziell bekannt. In Nyon stimmten zuvor 17 Funktionäre über die EM-Vergabe ab. Deutschland setzte sich damit gegen die Türkei durch. Der einzige Mitbewerber ging erneut leer aus. 


EM-Botschafter Philipp Lahm hatte sich am Donnerstagvormittag noch einmal per Videobotschaft zu Wort gemeldet. "Heute ist der Tag der Entscheidung, auf die wir so lange hingearbeitet haben. Wir sind mehr als überzeugt von unserem Konzept, aber es liegt nicht mehr in unseren Händen. Drückt uns die Daumen, dass wir 2024 wieder eine Europameisterschaft in Deutschland haben", erklärte der ehemalige Nationalspieler. 


Das Daumendrücken schien sich gelohnt zu haben: UEFA-Präsident Aleksander Čeferin holte den Umschlag mit Deutschland als Ausrichter hervor. DFB-Präsident Reinhard Grindel und Botschafter Lahm kamen im Anschluss auf die Bühne. "Wir werden alles dafür tun, ein tolles Turnier auszurichten", freute sich Grindel. "Wir wollen gemeinsam ein tolles Fest feiern. Wir sind sehr gastfreundlich und offen", schickte Lahm hinterher.

Im schweizerischen Nyon kamen am Donnerstag 17 Funktionäre zusammen, um unter anderem über die EM-Vergabe abzustimmen. Lars-Christer Olsson (Schweden) blieb der Versammlung wegen schwerer Krankheit fern. Wie Grindel im Anschluss verriet, stimmten zwölf Mitglieder des Exekutivkomitees für die deutsche Bewerbung, vier votierten für die Türkei als Austragungsort der EM 2024. Eine Stimme war ungültig.


Die deutsche Bewerbung setzte sich demnach deutlich durch. Nun bekommen wir zum zweiten Mal nach 1988 eine Heim-Europameisterschaft. Die Spielstätten stehen derweil schon fest: Der Ball rollt in Berlin, München, Düsseldorf, Stuttgart, Köln, Hamburg, Leipzig, Dortmund, Gelsenkirchen und Frankfurt am Main. 


Nach der erfolgreichen Bewerbung hoffen die Verantwortlichen, dass die EM ein ähnliches Erfolgserlebnis wird wie die Weltmeisterschaft 2006, die als Sommermärchen in die Geschichte einging. Die Türkei hingegen scheiterte nach 2004, 2008, 2012 und 2016 erneut mit ihrer Bewerbung.