Der Konkurrenzkampf beim SV Werder Bremen ist in diesem Jahr hoch. So hoch, dass sich die Spieler ein hartes Rennen liefern müssen. Trainer Florian Kohfeldt ist in diesem Fall der Leidtragende, schließlich kann er maximal elf Spieler aufstellen und sieben weitere Akteure für die Ersatzbank nominieren. Der 35-Jährige freut sich jedoch über diese Konstellation.


​Es gibt einige Spieler innerhalb des Bremer-Kaders, die sich zuletzt gefragt haben dürften, warum der Trainer in der Startaufstellung auf sie verzichtet. Doch die Begründung ist recht einfach: Das 33 Mann große Aufgebot besitzt eine hohe Leistungsdichte, einen garantierten Stammplatz gibt es nur für die Wenigsten. Beim 3:1-Erfolg über Hertha BSC saßen beispielsweise Philipp Bargfrede, Florian Kainz und Milot Rashica zunächst auf der Bank, obwohl alle drei Akteure eigentlich Kandidaten für die Startelf sind.


Die Konkurrenz ist genauso namhaft: Kohfeldt setzte gegen die Hertha auf Nuri Sahin, Yuya Osako und Martin Harnik, weshalb beispielsweise auch Routinier Claudio Pizarro außen vor blieb. Der Trainer steht wöchentlich vor schwierigen Entscheidungen, habe diese allerdings genau so gewollt. "Diese natürliche Geilheit kommt über den Konkurrenzkampf. Es freut mich sehr, wie die Jungs damit umgehen", wird Kohfeldt bei Mein Werder zitiert.

SV Werder Bremen v 1. FC Nuernberg - Bundesliga

  Freut sich über den Konkurrenzkampf: Florian Kohfeldt


"Diesen Spirit müssen wir haben. Deshalb wird die Spannung bei uns hoch bleiben", fuhr er fort, wobei er auch Stellung zu einzelnen Spielern nahm. Während Kainz ihn "zu Recht" hätte fragen können, ob er "noch alle Latten am Zaun habe", sei die Entscheidung, Bargfrede - der seit Jahren zu den Leistungsträgern zählt - auf die Bank zu versetzen, ein ganz klares Zeichen gewesen: "Es ging nicht darum, 'Bargi' zu schonen. Das war eine Entscheidung für Nuri [Sahin, Anm. d. Red.]."

​Jedoch deutete Kohfeldt an, dass in Zukunft beide auf dem Platz stehen könnten - möglicherweise schon bei der kommenden Partie gegen den VfB Stuttgart. Auch im Vorfeld der Partie gegen die Schwaben wird der Trainer einige Entscheidungen treffen müssen, die den ein oder anderen Spieler nicht wirklich freuen werden. Doch schlussendlich können lediglich elf Spieler gleichzeitig auf dem Platz stehen, weshalb alle um ihre Position kämpfen.