​Als der ​SV Werder Bremen in diesem Sommer stolze 13,5 Millionen Euro für den Mittelfeldspieler ​Davy Klaassen ausgab, gingen die Verantwortlichen ein gewisses Risiko ein. Schließlich ist der Ex-Spieler des FC Everton damit der teuerste Transfer in der Vereinsgeschichte. Bislang zahlte sich die Investition jedoch komplett aus und so überzeugte der Niederländer nicht nur mit seiner starken Technik, sondern vor allem auch durch seine Ausdauerfähigkeit.


Denkt man an niederländische Mittelfeldspieler, da kommen einem wohl zunächst einmal feine Edeltechniker in den Sinn, die in der Lage sind, ihre Spieler mustergültig in Szene zu setzen. Dies trifft auch auf Klaassen zu. Darüberhinaus verfügt der 25-Jährige aber auch noch über eine echte Pferdelunge. So spulte der Neuzugang nicht nur beim Sieg gegen Hertha BSC die meisten Kilometer aller Hanseaten ab, sondern ist mit insgesamt 62,67 Kilometern nach fünf Spieltagen der lauffreudigste Spieler der gesamten Bundesliga.

Dieser Wert ist freilich auch der Herangehensweise der Bremer unter ihrem Trainer ​Florian Kohlfeldt geschuldet. Dies wird umso deutlicher, wenn man sich vor Augen führt, dass mit Maximilian Eggestein und Ludwig Augustinsson zwei weitere Spieler des Nordklubs unter den Top-Ten der Dauerläufer der Liga sind. 


Kein Wunder also, dass der 35-jährige Fußballlehrer nach dem 3:1-Erfolg im Spitzenspiel gegen den Hauptstadtklub mit der Leistung seiner Mannschaft sehr zufrieden war und dabei auch für den Neuzugang aus der Premier League nur warme Worte fand. So attestierte der Cheftrainer dem 16-fachen niederländischen Nationalspieler laut der Vereinsseite der Bremer eine "Weltklasse"-Partie. Gelingt es dem Rechtsfuß, seine exzellente Frühform im weiteren Saisonverlauf zu bestätigen, werden die Bremer noch eine Menge Spaß an ihrem Spielmacher haben. Den Abgang von Thomas Delaney, den es vor dieser Saison zu Borussia Dortmund zog, konnte er zumindest bereits vergessen machen.