​Der ​VfB Stuttgart konnte auch die fünfte Partie in der laufenden Bundesligasaison nicht erfolgreich gestalten und musste sich am Mittwochabend beim ​Auswärtsspiel gegen RB Leipzig dem Team von Trainer Ralf Rangnick mit 0:2 geschlagen geben. Dabei brachte ausgerechnet der zuletzt so starke Torhüter ​Ron-Robert Zieler seine Mannschaft ins Hintertreffen.


Beim Remis am Mittwoch gegen Fortuna Düsseldorf hatte der Schlussmann seiner Mannschaft noch mit einigen herausragenden Paraden einen Punkt gerettet. Gegen die 'Bullen' hingegen, leistete sich der 29-Jährige einen folgenschweren Fauxpas. Dabei ließ der gebürtige Kölner kurz vor dem Halbzeitpfiff bei einem Distanzschuss von Leipzigs Kevin Kampl den Ball nach vorne abprallen und servierte des Leder dem einschussbereiten Willi Orban auf dem Silbertablett. Zu allem Überfluss wäre der Kampl-Schuss wohl knapp am VfB-Gehäuse vorbeigezischt.

In der zweiten Spielhälfte konnte der sechsfache deutsche Nationalspieler zwar mit einigen guten Paraden seine Klasse unter Beweis stellen, nach der 0:2-Niederlage gegen die Sachsen war er dennoch verständlicherweise sichtlich gefrustet. 


"Das ist leider das Leben eines Torhüters. Ich wollte den Ball festhalten, aber eigentlich hätte auch gereicht, wenn ich auf Nummer sicher gegangen wäre und den Ball zur Seite spiele. Dann wäre nichts passiert, so ist es natürlich sehr ärgerlich", wird der Keeper von Sky zitiert.


Kapitän Christian Gentner wollte seinem Teamkollegen keinen großen Vorwurf machen. Nach der Partie erklärte der Routinier dennoch, dass der Rückstand sehr unglücklich war, schließlich sei es gegen die Leipziger schwer zurückzukommen, da sie "unheimlich gut kontern" können. 


Den Ärger der Fans, die mit der allgemeinen Leistung ihrer Lieblinge unzufrieden waren, konnte der 33-Jährige dennoch nachvollziehen. "Der Unmut der Fans nach fünf Spielen mit nur zwei Punkten ist ja klar, da ist immer noch die Angst der letzten Jahre in den Köpfen", so der gebürtige Nürtinger.