​Borussia Dortmund hat am Mittwochabend ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt. Vor rund 76.000 Zuschauern feierte der BVB gegen den ​1. FC Nürnberg einen 7:0-Kantersieg. Die Schwarz-Gelben sorgten bereits in der ersten Halbzeit für klare Verhältnisse. Im zweiten Spielabschnitt zeigte sich die Favre-Elf weiter in Torlaune und kletterte dank des klaren Heimsiegs auf Platz zwei. 


Borussia Dortmund - 1. FC Nürnberg 7:0 (2:0)

Tore: 1:0 Jacob Bruun Larsen (9.), 2:0 Marco Reus (32.), 3:0 Achraf Hakimi (49.), 4:0 Marco Reus (58.), 5:0 Manuel Akanji (74.), 6:0 Jadon Sancho (85.), 7:0 Julian Weigl (88.)


Nach dem 1:1-Unentschieden in Hoffenheim baute BVB-Coach Lucien Favre seine Anfangsformation auf fünf Positionen um. Dan-Axel Zagadou, Achraf Hakimi, Thomas Delaney, Jacob Bruun Larsen und Maximilian Philipp begannen für den gesperrten Abdou Diallo, Lukasz Piszczek, Mahmoud Dahoud, Shinji Kagawa und Marius Wolf.


Nürnbergs Cheftrainer Michael Köllner beließ es im Vergleich zum 2:0-Heimerfolg gegen ​Hannover 96 bei zwei Veränderungen. Robert Bauer und Patrick Erras rückten für Mikael Ishak und Ondrej Petrak in die Anfangsformation.


Der Gastgeber übernahm vom Anpfiff weg die Spielinitiative und verzeichnete deutlich mehr Ballbesitz. Nürnberg verteidigte tief und ließ in den Anfangsminuten nichts anbrennen. Mit der ersten nennenswerten Chance ging der BVB in Führung. Ein Steilpass von Christian Pulisic in den Strafraum erreichte Bruun Larsen, der die Kugel an Fabian Bredlow vorbei zum 1:0 lupfte (9.). Wenige Minuten später tauchte Marco Reus nach einem haarsträubenden Fehler von Bauer alleine vor dem Nürnberger Tor auf, scheiterte jedoch am stark reagierenden Bredlow (11.). 


Die Franken hielten nach dem Gegentreffer weiter an ihren defensiven Ausrichtung fest und lauerten auf Konter. Yuya Kubo fand aus spitzem Winkel in Roman Bürki seinen Meister (14.). Nach einem schnellen Gegenstoß der Gäste war es Virgil Misidjan, dessen Abschluss aus halbrechter Position am BVB-Kasten vorbeirauschte (18.). In der Folgezeit blieben zwingende Torchancen zunächst Mangelware. Die Favre-Elf kontrollierte das Spiel und versuchte immer wieder Nadelstiche zu setzen. Marcel Schmelzer traf nach Vorarbeit von Delaney nur das Außennetz (29.). 

Nach gut einer halben Stunde war es Reus vorbehalten, die Führung auszubauen. Über Bruun Larsen und Philipp landete das Leder im Zentrum beim Dortmunder Kapitän, dessen abgefälschter Schuss zum 2:0 einschlug (32.). Nürnberg war nach dem zweiten Gegentreffer um eine Antwort bemüht, strahlte jedoch kaum Torgefahr aus. Die Schwarz-Gelben ließen Ball und Gegner geschickt laufen und gingen mit einer verdienten 2:0-Führung in die Halbzeitpause.


Personell unverändert kamen die beiden Mannschaften aus der Kabine. Wenige Minuten nach Wiederanpfiff nutzte die Favre-Elf einen Fehler von Georg Margreitter eiskalt aus. Nach einem Querpass von Reus vollendete Debütant Hakimi ins lange Eck (49.). Die Schwarz-Gelben zeigten sich auch nach dem dritten Treffer weiter in Spiellaune und bauten die Führung nach knapp einer Stunde weiter aus. Nach einem Doppelpass mit Bruun Larsen traf Reus zum 4:0 (58.). 

Borussia Dortmund v 1. FC Nuernberg - Bundesliga

Marco Reus (l.) bejubelt mit Maximilian Philipp seinen zweiten Treffer


Der eingewechselte Julian Weigl fasste sich aus gut 20 Metern ein Herz und setzte die Kugel über die Latte (69.). Gut eine Viertelstunde vor Schluss hatten die BVB-Fans erneut Grund zur Freude. Nach einer sehenswerten Parade von Bredlow gegen Pulisic wollte Tim Leibold mit dem Ball am Fuß aus dem Strafraum dribbeln. Manuel Akanji jagte dem Nürnberger allerdings den Ball ab und erzielte per Rechtsschuss das 5:0 (74.). 


In der Schlussphase kam es für die Gäste knüppeldick. Nach Zuspiel von Delaney ließ sich der eingewechselte Jadon Sancho die Chance nicht nehmen und erhöhte auf 6:0 (85.). Den Schlusspunkt in einer einseitigen Partie setzte Weigl, der mit einem abgefälschten Schuss für den 7:0-Endstand sorgte (88.).