​Am Mittwochabend konnte sich RB Leipzig zu Hause mit 2:0 gegen den VfB Stuttgart durchsetzen. Dabei profitierten die Sachsen kurz vor dem Halbzeitpfiff von einem Patzer des Gäste-Torwarts Ron-Robert Zieler. Nach dem Führungstreffer der Leipziger durch Willi Orban waren die Sachsen auch in der zweiten Spielhälfte die reifere Mannschaft. Ein Tor von Timo Werner wurde zwar zurecht wieder aberkannt, dafür konnte der eingewechselte Jean-Kevin Augustin mit seinem Treffer zum 2:0 den ungefährdeten Heimsieg der Rangnick-Elf unter Dach und Fach bringen.


RB Leipzig - VfB Stuttgart 2:0 (1:0)

Tore: 1:0 Orban (45. +1), 2:0 Augustin (80.)


Nach dem 1:1-Remis gegen Eintracht Frankfurt nahm Leipzig-Trainer Ralf Rangnick zwei Veränderungen in seiner Startelf vor. Dabei ersetzte Marcel Halstenberg auf der linken Defensivseite seinen Teamkollegen Marcelo Saracchi. Den Posten des Rechtsverteidigers bekleidete Nordi Mukiele. Konrad Laimer musste dafür weichen.


Auch Gäste-Coach Tayfun Korkut schenkte zwei neuen Außenverteidigern das Vertrauen. Auf der rechten Seite ersetze dabei Pablo Maffeo den erfahrenen Andreas Beck und auf links durfte Borna Sosa anstatt Emiliano Insua ran. Zudem rückte Dennis Aogo für Gonzalo Castro in die Mittelfeldzentrale. Auf der linken Offensivseite durfte sich Erik Thommy von Beginn an beweisen und verdrängte Nicolas Gonzalez zunächst auf die Ersatzbank.


Vor 33.000 Zuschauern in der Red Bull Arena tasteten sich beide Mannschaften zu Beginn gegenseitig ab. Beide Mannschaften leisteten sich dabei noch zu viele Ungenauigkeiten und so kamen kaum aussichtsreiche Aktionen in den jeweiligen Strafräumen zustande. Der VfB war in der Anfangsphase präsent und versuchte durch längere Ballstafetten Sicherheit zu gewinnen. Die Gastgeber hingegen versuchten bei Ballgewinn schnell umzuschalten. 


Die Mittelfeldzentrale der Schwaben zeigte sich zumeist sehr aufmerksam und insbesondere Christian Gentner konnte mit ein paar guten Tacklings gefährliche Konteransätze bereits im Keim ersticken. In der 23. Spielminute konnte sich Nordi Mukiele auf der rechten Seite der 'Bullen' jedoch einmal durchsetzen und brachte den Ball scharf vor das Gehäuse des VfB. Timo Werner schaltete im richtigen Moment, legte den Ball aus kurzer Distanz aber rechts neben das Tor. Obwohl die Gäste deutlich mehr Ballbesitz hatten, konnten sie sich nur äußerst selten bis ins letzte Angriffsdrittel durch kombinieren.

RB Leipzig v VfB Stuttgart - Bundesliga

Leipzigs Timo Werner wollte es gegen seinen Ex-Klub wissen


Nach rund einer halben Stunde wurden die Sachsen zielstrebiger und konnten sich auf den Außenbahnen nun häufiger durchsetzen. Auffälligster Spieler bei den Leipzigern war der ehemalige Stuttgarter Timo Werner, der an fast allen aussichtsreichen Offensivaktionen beteiligt war. Den Schwaben gelang es auch in dieser Phase nicht, die zugegeben sehr wachsame Abwehr der Gastgeber vor echte Probleme zu stellen. 


Das Team von Trainer Ralf Rangnick erhöhte nun den Druck und wurde in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit dafür belohnt. Dabei machte der zuletzt überragende Ron-Robert Zieler bei einem Distanzschuss von Kevin Kampl keine gute Figur und ließ den Ball nach vorne abprallen. Leipzigs Willi Orban schaltete am schnellsten und drückte das Leder aus wenigen Metern über die Torlinie.


Leipzig bleibt am Drücker - Korkut reagiert


Beide Mannschaften kamen personell unverändert aus der Kabine. Die Leipziger blieben die aktivere Mannschaft. In der 54. Spielminute sorgte VfB-Trainer dann doch für einen Impuls von außen und brachte Nicolas Gonzalez für den wirkungslosen Chadrac Akolo. Zudem durfte Holger Badstuber für Pablo Maffeo ran. Die Gastgeber blieben davon aber unbeeindruckt. 

RB Leipzig v VfB Stuttgart - Bundesliga

Ron-Robert Zieler konnte sich in der zweiten Halbzeit deutlich steigern


In der 57. Spielminute prüfte Yussuf Poulsen mit einem Kopfball den Torhüter der Stuttgarter, der mit einer starken Parade unter Beweis stellen konnte, dass er doch einiges auf dem Kasten hat. Kurz darauf bejubelten die Sachsen bereits einen Treffer von Timo Werner. Da der Nationalstürmer zuvor jedoch knapp im Abseits gestanden hatte, wurde der Treffer nach Eingriff des Videobeweises von Schiedsrichter Robert Schröder zurecht wieder aberkannt.


Ein klarer Offensivplan war bei den Schwaben noch immer nicht zu erkennen und auch die Einwechslungen konnten nicht für frischen Wind sorgen. Dabei muss man aber auch festhalten, dass die Defensive der 'Bullen' weitaus konzentrierter agierte, als in den letzten Partien. In der 74. Spielminute hätte der eingewechselte Jean-Kevin Augustin auf 2:0 erhöhen können. Nach einer Flanke aus der rechten Seite landete der Abschluss des Stürmers jedoch auf dem Pfosten.


Kurz darauf machte es der Franzose noch besser und ließ Ron-Robert Zieler keine Chance. Nach einer Flanke von Marcel Halstenberg nahm der Stürmer den Ball exzellent mit der Brust mit und brachte den Ball mit einem gezielten Flachschuss im Gehäuse der Gäste unter. Auch in der Folge war die Mannschaft des zuletzt so kritischen Ralf Rangnick überlegen und konnte einen verdienten Heimsieg einfahren. Die Formkrise des VfB geht indes weiter und mit lediglich zwei Punkten aus fünf Spielen dürfte auch für Trainer Tayfun Korkut die Luft immer dünner werden.


Spieler des Spiels:

Nordi Mukiele machte auf der rechten Seite der Leipziger ordentlich Alarm und hatte auch in der Defensive alles im Griff. Ein starker Auftritt des jungen Franzosen.


Flop des Spiels:

Chadrac Akolo agierte sinnbildlich für die harmlose Offensive der Stuttgarter. Der Kongolese konnte für keinerlei Gefahr sorgen und gewann bis zu seiner frühen Auswechslung nur 33 Prozent seiner Zweikämpfe.


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