Die Krise des ​FC Schalke 04 verschärft sich. Beim SC Freiburg sollte gestern endlich der Befreiungsschlag erfolgen. Doch statt des dringenden Erfolgserlebnisses setzte es eine 0:1-Niederlage. Beim Tor von Florian Niederlechner war Schalkes Schlussmann Ralf Fährmann nicht schuldlos.


"Es ist zur Zeit total verhext, wir haben richtig Pech und trotzdem ein gutes Spiel gemacht", sagte Fährmann nach der fünften Pleite in Folge in der ARD. Man müsse aber genauso weitermachen, "irgendwann hast du das Glück wieder auf deiner Seite", ermutigte Fährmann seine Mitspieler.


Beim Tor von Niederlechner wurde Fährmann nachher von einer Mitschuld nicht freigesprochen.

Niederlechner hatte den Ball aus kurzer Distanz über die Linie gedrückt, nachdem Fährmann den Schuss von Christian Günter nicht festhalten konnte. Fährmann wehrte den Ball nicht richtig ab, Niederlechner stand richtig und musste nur noch einschieben. "Das passt zur Situation, dass wir momentan einfach Pech haben", sagte der Torhüter.


Angesprochen auf die Frage, ob er Günters Versuch nicht hätte festhalten können, sagte er: "Ich war froh, dass ich den Ball überhaupt gehalten habe, weil ich glaube, der ging durch die Beine oder unter dem Fuß durch aus 16 Metern. Ich habe versucht, ihn nicht vor mir abprallen zu lassen, weil da habe ich einen Freiburger Spieler gesehen", sagte der 29-Jährige aus Chemnitz, der morgen 30 Jahre alt wird. 

Gegen Freiburg änderte Tedesco seine Startelf gleich auf sechs Positionen. Zur Überraschung saß Abwehrchef Naldo nur auf der Bank. Auch dem teuren Neuzugang Sebastian Rudy blieb über die volle Spielzeit nur die Zuschauerrolle. 


"Wir müssen so weitermachen, wir müssen die Tore machen", forderte Tedesco. "Wir hatten zahlreiche Großchancen, vor allem im ersten Durchgang haben wir es gut gemacht." Die Königsblauen hatten zweifellos an den Auftritt gegen Gladbach angeknüpft, als sie durchaus Punkte verdient gehabt hätten. Schon damals lobte Tedesco das Auftreten und den Willen seiner Mannschaft. Am Samstag tritt Schalke zuhause gegen den FSV Mainz 05 an, der bislang schwer zu schlagen ist und erst eine Niederlage gegen Bayer Leverkusen vorzuweisen hat.