Am Dienstagabend kassierte Hertha BSC beim 1:3 gegen Werder Bremen die erste Niederlage der Saison. Im Weserstadion lag die Mannschaft von Pal Dardai zur Pause mit 0:2 zurück, fand nach dem Tor von Javairo Dilrosun jedoch den Anschluss - ehe man in der 66. Minute erneut einen Elfmeter kassierte. Unabhängig vom daraus resultierenden Tor von Max Kruse stellten die Berliner damit einen neuen Rekord auf, auf den man wohl gerne verzichtet hätte.


Denn bislang bekam die Hertha in jedem Bundesligaspiel einen Elfmeter gegen sich gepfiffen. Sowohl beim Auftakt-Spiel gegen den 1. FC Nürnberg (1:0) als auch beim Sieg gegen Schalke 04 (2:0) konnte Torhüter Rune Jarstein die jeweiligen Strafstöße noch parieren, doch bei den letzten beiden Versuchen gegen den VfL Wolfsburg (2:2) und Borussia Mönchengladbach (4:2) blieb der Norweger machtlos.


Den fünften Elfmeter in Folge musste Thomas Kraft parieren, der zur zweiten Halbzeit für den am Oberschenkel verletzten Jarstein eingewechselt wurde. Doch der Ersatz-Keeper blieb gegen Max Kruse chancenlos, weshalb die Hertha zum dritten Mal nacheinander mindestens ein Gegentor per Elfmeter kassierte.

Die Entscheidungen der Schiedsrichter kosteten den bis gestern ungeschlagenen Haupstädtern somit allerhöchstens zwei Punkte gegen Wolfsburg, doch diese ungewollte Serie kann niemand so recht verstehen. "Irgendwann muss man hinterfragen, was da passiert. Das hat uns gebrochen", wird beispielsweise Valentino Lazaro in der ​Berliner Zeitung zitiert. Und auch Dardai wirkte nach der Niederlage in Bremen frustriert - allen voran, da man zuvor drauf und dran war, den Ausgleich zu erzielen. "So haben wir das Spiel entschieden, gegen uns", so der Ungar. 


Zum Abschluss der Englischen Woche trifft man am Freitag im heimischen Olympiastadion auf den FC Bayern München. Gegen den Tabellenführer ist man seit drei Spielen unbesiegt, doch abgesehen davon wird man darauf aufpassen wollen, nicht erneut einen Elfmeter zu kassieren, um einen möglichen Punktgewinn nicht zu gefährden.