​Armin Veh ist seit Dezember 2017 als Geschäftsführer Sport beim ​1. FC Köln im Amt, hat mit den "Geißböcken" den Abstieg aus der Bundesliga miterlebt und hofft in dieser Saison auf den direkten Wiederaufstieg ins Oberhaus. Die Tabellenkonstellation geriet nach dem 2:1-Sieg über den 1. FC Ingolstadt am Dienstagabend allerdings klar in den Hintergrund, als sich der ehemalige Bundesligacoach hocherfreut über die Nominierung von Jörg Jakobs in den Aufsichtsrat äußerte und dabei andere Mitglieder harsch kritisierte. 


Wie der 57-Jährige nach dem Spiel gegen die "Schanzer" laut dem Geissblog.Koeln erklärte, sei es nur gut für den Klub, eine Persönlichkeit wie ​Jakobs in den Aufsichtsrat zu berufen. "Ich finde, Jörg Jakobs kennt den Profi-Fußball, er kennt die Bundesliga, er kennt den FC. Es kann nur von Vorteil sein, wenn jemand wie er im Aufsichtsrat sitzt, der Ahnung von Fußball hat." 


Während ein Seitenhieb in Richtung der sonstigen Mitglieder durch die Aussage bereits durchklang, legte Veh in der Folge noch einmal nach und übte harsche Kritik an einigen Mitgliedern des Aufsichtsrats. "Wir haben schon genügend Leute im Mitgliederrat sitzen, die Vollamateure sind und meinen, den Verein übernehmen zu können", so der gebürtige Augsburger. "Da ist mir jemand lieber, der Ahnung hat und im Aufsichtsrat sitzt." 


Die Kritik des Kölner Geschäftsführer Sport richtete sich dabei vor allem an den Vorsitzenden des Mitgliederrats Stefan Müller-Römer. "Der Aufsichtsrat ist vernünftig - was ich von anderen Leute nicht sagen kann. Der mit dem Doppelnamen ist unerträglich", erklärte Veh und meinte damit eindeutig den 50-Jährigen. 

Was der Auslöser für Vehs Rundumschlag gegen den Mitgliederratschef war, ist nicht klar. Müller-Römer gehört jedoch zu den größten Gegnern des aktuellen Vorstands und drängt schon länger auf mehr Einfluss auf die operativen Entscheidungen auf der sportlichen Ebene. In der Tat ist der gelernte Jurist keiner, der den Fußball von klein auf aufgesogen hat oder selbst als Profi auf dem Rasen stand. Demnach sieht Veh in ihm wohl keinen geeigneten Mann, um den "Effzeh" in den kommenden Jahren sportlich voranbringen zu können.


Eins ist sicher: Mit seiner Kritik dürfte Veh die Beziehungen innerhalb des Vereins mindestens auf die Probe gestellt, wenn nicht gar weiter vergiftet haben. Um seine Meinung kundzutun, hat er dies allerdings scheinbar gerne in Kauf genommen.