Am Dienstagabend verlor ​Schalke 04 zum fünften Mal in Folge. Bei den Knappen liegen offensichtlich die Nerven blank. Innenverteidiger Naldo reagierte nach dem 0:1 beim SC Freiburg auf einige Äußerungen seines Ex-Trainers Markus Weinzierl ziemlich dünnhäutig.


„Ich finde es respektlos, was er gesagt hat“, diktierte Naldo nach dem Spiel im Freiburg in das Sky-Mikrophon. Die erneute Niederlage in Freiburg (es war die fünfte im fünften Spiel) hat den zweitschlechtesten Saisonstart der Schalker Vereinsgeschichte zur Folge. Grund für Naldos Aussage war die Kritik seines Ex-Trainers Markus Weinzierl, ​der sich unter anderem despektierlich über den Schalker Spielstil geäußert hatte.


Naldo führte in aller Deutlichkeit aus: „Er muss einfach die Klappe halten. Er muss selber einen Job finden.“ Der 36 Jahre alte Brasilianer fand sich in dieser Saison erstmals auf der Bank wieder. Domenico Tedesco stellte sein Spielsystem auf Viererkette um, links hinten verteidigte Sommerneuzugang Hamza Mendyl.

FC Schalke 04 v Bayer 04 Leverkusen - Bundesliga

 Arbeiteten 2016/17 zusammen: Naldo (l.) und Markus Weinzierl 


In Richtung Naldo hatte Weinzierl, der 2016/17 Schalker Trainer war und seitdem ohne Anstellung ist, bei Sky deutliche Worte gelassen. Der Fußballlehrer äußerte Zweifel, „ob es zukunftsträchtig ist, nur defensiv zu denken beziehungsweise das Spiel auf einen 36-Jährigen zuzuschneiden“. Diese Darlegung sorgt bei Naldo für Kopfschütteln.


„Er muss sich an die eigene Nase fassen 


Der Brasilianer sei geschockt gewesen, als er die Aussagen Weinzierls gelesen habe. „Ich habe auch einen Namen, und er muss mich nicht einfach als 36-Jährigen bezeichnen“, sagte Naldo. Pikant: Schalke startete unter der Ägide Weinzierls noch schlechter als in der aktuellen Saison. Auch damals hatte Königsblau nach fünf Spielen null Punkte, stand bei einem Torverhältnis von 2:9.


Naldo raunzte weiter: „Er muss sich an die eigene Nase fassen und nicht über uns reden. Er muss eine Mannschaft finden und sich nicht über uns Gedanken sagen.“ Schalke muss in der Bundesliga schnellstmöglich der Turnaround gelingen. Am Samstag (15.30 Uhr) steht das Heimspiel gegen den Achten Mainz auf dem Programm.