​Am Montagabend wurden bei einer Gala der FIFA die herausragenden Akteure der vergangenen Saison gekürt. Während sich ​Luka Modric über den Titel des Weltfußballers freuen konnte, wurde der ehemalige Angreifer des ​SV Werder Bremen Lennart Thy mit dem FIFA-Fairplay-Preis des Jahres ausgezeichnet.


Dabei honorierte der Weltfußballverband das große soziale Engament des 26-Jährigen, der einem Leukämiepatienten mit einer Stammzellenspende geholfen hatte. Dabei hatte sich der Stürmer bereits vor sieben Jahren als Spender registrieren lassen und nun, da sich bei ihm und einem Patient eine seltene genetische Übereinstimmung ergab, zögerte Thy nicht lange. Dabei verzichtete der Spieler auf einen Einsatz im Ligaspiele seines damaligen niederländischen Vereins VVV-Venlo.

Bei der Preisverleihung zeigte sich der gebürtige Westfale sichtlich überwältigt und sprach von einer "großen Ehre hier zu sein". Dabei stellte er jedoch auch klar, dass es für eine "Selbstverständlichkeit" gewesen sei zu helfen. Das Beste an der ganzen Sache, sei seiner Ansicht nach, dass sich in den Niederlanden einige Menschen ein Beispiel an ihm genommen hatten und es so zu Tausenden von neuen Registrierungen kam.


Rein sportlich lief es für den Mittelstürmer in den letzten Jahren eher durchwachsen. Nachdem er sich bei Werder nicht dauerhaft durchsetzen konnte, fand er auch in den Niederlanden nicht sein Glück. Mittlerweile geht er jedoch für den türkischen Erstligist Büyüksehir Belediye Erzurumspor auf Torejagd. In der laufenden Saison wolle ihm dabei bei vier Einsätzen in der Süper Lig jedoch noch kein Treffer gelingen.