Die Fans von ​Borussia Dortmund bekleckerten sich am vergangenen Spieltag nicht mit Ruhm. Beim Auswärtsspiel gegen die TSG Hoffenheim (1:1) wurden erneut Schmähplakate gegen Mäzen Dietmar Hopp gezeigt. Der BVB soll nun selbst gegen die eigenen Anhänger vorgehen.


Alle Jahre wieder verschaffen Borussia Dortmunds Fans bei Spielen in Sinsheim ihrem Unmut gegenüber dem dortigen Mäzen Dietmar Hopp Luft. ​Auch am vergangenen Wochenende führten die BVB-Anhänger einige Schmähplakate mit sich.


Laut einem Bericht der Bild wollen die Dortmunder selbst gegen ihre eigenen Fans vorgehen. Im Zuge der Ermittlungen soll Videomaterial aus Hoffenheim angefordert worden sein, um die Hassbotschafter identifizieren zu können und zur Rechenschaft zu ziehen.

TSG 1899 Hoffenheim v Borussia Dortmund - Bundesliga

 BVB-Fans gegen Hoffenheim 



Von Verbandsseite wird ebenfalls ermittelt. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) leitete am Montag ein Verfahren ein, zu dem sich zunächst beide Klubs äußern müssen. Der BVB muss sich für seine Fans verantwortlich zeigen, Hoffenheim wegen des nicht ausreichenden Ordnungsdienstes.


Welche Strafe Dortmund droht, ist derzeit noch offen. In seiner Urteilsbegründung wird der DFB jedoch vermerken, dass die BVB-Fans Wiederholungstäter sind. Im Februar 2017 musste nach den Vorkommnissen aus dem Heimspiel gegen Leipzig die Südtribüne für ein Ligaspiel komplett gesperrt werden.


Hohe Geldstrafe möglich


Strafen dieser Art, also Kollektivstrafen, wurden vom DFB jedoch im August vergangenen Jahres abgeschafft. Somit dürfte der BVB lediglich eine hohe Geldstrafe erhalten. Laut aktuellem Strafenkatalog wird den Schwarz-Gelben eine Strafe von mindestens 32.000 Euro aufgebrummt. Ob es bei dieser Summe bleibt, bleibt abzuwarten.